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2 (1885) (XX.) Rede gegen Leptines (XVIII.) Rede vom Kranze
Entstehung
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(XVIII.) REDE YOM KRANZE.

EIHLEITUNG.

1. Die Nachricht von der Niederlage bei Chäroneia setzteAthen in nicht geringe Bestürzung. In der Voraussetzung, dafsPhilipp seinen Sieg verfolgen und in Attika selbst einbrechenwerde, beschlofs man die Festungswerke der Stadt schleunigstin Verteidigungsstand zu setzen und legte sofort Hand ans Werk.Der bald darauf abgeschlossene Friede aber unterbrach, wie esscheint, den Bau: jedenfalls war er bei der Eile, mit welcherman der Notdurft des Augenblicks zu genügen gesucht, nichtso beschaffen, dafs man die Stadt im Fall eines wirklichen An-griffs als gesichert betrachten konnte, und es hatte sich wohleben bei dieser Gelegenheit das Bedürfnis erst recht fühlbargemacht, den ganzen Festungsbau, für welchen seit einer langenReihe von Jahren nichts geschehen war, einer umfänglichenund gründlichen Reparatur zu unterwerfen. Eine solche warddenn auch noch am Ende desselben Jahres auf den Antrag desDemosthenes, ohne dafs, wie es scheint, die makedonische Parteibedeutenden Einspruch that, beschlossen (Aesch. 3,27) und imnächstfolgenden Jahre Ol. 110, 4. 337/6 zur Ausführung ge-bracht. Der Bau wurde, wie üblich, sektionsweise unter diezehn Stämme verteilt, deren jeder zur Verwaltung der vom Staatezu diesem Zwecke angewiesenen Gelder einen Baukommissär( τειχοποιός ) aus seiner Mitte ernannte. Der Stamm Pandionisübertrug seinerseits diese Funktion dem Demosthenes (Aesch.3, 27. 31. Dem. unten § 113): ihm wurde die Summe von un-gefähr zehn Talenten angewiesen (Aesch. 3, 23. 31), was darüberhinaus aufging, hundert Minen, legte er aus eigenen Mitteln zu.Dieser letzte Umstand, so wie die damals von D. in der Eigen-schaft eines Vorstehers der Theorikenkasse mit gleicher Frei-gebigkeit gemachten Schenkungen (s. zu § 113) veranlafsten