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ZÜRICH.
als dal's einige wenige Häuser von Franzosen geplün- “
dert wurden (denn Massena's Eifer uud Zucht verhin- ^
derte gröfseres Uebel, und die Russen , obgleich vom ^
Hunger gequält, fielen in kein einziges Haus, sondernLaten aul den Knieen um Brod); aber sie hatte zweyihrer geschätztesten Bürger zu beweinen. Der berühmteLavater , Welcher am 2C. September, aus Menschen-liebe getrieben, einem vor seinem Hause von Franzo-sen bedrohten Mitbürger zu Hülfe eilte, erhält einen 011
Schufs in die Brust von dem Soldaten, welchem er so 1,1
eben Geld gegeben hatte; und der Zunftmeister Irmin- ^‘
ger wurde in seinem Garten von Russen erstochen,die ihn wahrscheinlich seines blauen Rocks wegen für ^ etl
einen Franzosen hielten. Lavater litt an den Folgen ^ '
seiner Wunde den ganzen Wänter und das folgende ia f’
Jahr unaussprechlich, und starb den 2. Jenner 1801. ^
Im September 1802. als die KK. Uri , Schwytz undUnterwalden sich weigerten, die neue durch Notabein “ider Nation entworfne und der Annahme des Volks vor-gelegte Konstitution anzunehmen, und von der helve- pW
tischen Regierung mit Truppen bedroht wurden, ver- i’de 1
schlofs auch Zürich den helvetischen Truppen die Thore. ferjll
Der helvetische General Andermatt benutzte die Zeit «(ad
eines mit den Waldstädten geschlofsnen Waffenstill- tleids
Standes, und erschien in der Nacht vom 9-10 Sept. «ig,,
mit seinen Truppen vor Zürich, welches er von einemkleinen Hügel bey der Brandschenke in der GemeindeEnge , ohne gehörig vorhergegangene Auffordei ung, inder Nacht noch mit Kanonen und Haubitzen bescbofs,