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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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524 Zeller-See,

den Bodensee ist der Schleitheimer auf der Insel Rei-chenau. Auf dem höchsten Hügel der Insel steht ein ^

Kreutz , wo sich eine herrliche Aussicht darbietet. ^

Die Abtey kam in Verfall, wurde im J. 1538. dem ^

Hochstift Konstanz einverleibt, und gehört nebst der W irt

Insel und den schwäbischen,, Ufern am Zellersee seit ® ^

1802. dem Groftherzog -von Baden.

Merkwürdige Versteinerungen. Oenin- W 5

ger-Bruch. In dem Steinbruche bey Zell , und bey A®

Berlingen , schöne Versteinerungen von Flufsrauscheln, m*

Erd- uno Wasserschnecken, Baumstämmen und Zweigen, S 1

Blättern und Früchten aus der hiesigen Gegend. Am im

merkwürdigsten ist aber der Oeninger-Schief erbruck, ftiok

welcher zwischen Wangen und Oeningen, St. von Cwfl

letzterm Ort, 1 St, vom See, an der Südseite des ^Mlia

Schienerberges , 5-600 Fufs über den See liegt. Der Krag

Bau des Bruches wird vom Ziegler und Kalkbrenner Jamlsti

zu Unterbühl besorgt. Das Stift Oeningen erwarb im rsolfu

J. r68°* diesen Bruch, welcher damals schon langebekannt war, und liefert Kalksteine zum Pflaster, zu 5 te j,,

Gebäuden und Bddhaucrarbeit. In der Kirche des jj

Stiftes Petershausen sind Statuen aus diesem Steine zu j tIl

sehen. Erst 1708. werden die Oeninger-Schiefersteine g tl( j

durch Dr. J. J. Scheuchzer in Zürich und Dr. Langin Luzern der wissenschaftlichen Welt bekannt, und ^

seitdem sind sie ein Handelszweig einiger Bürger zuStein geworden , und wandern nun nicht mehr blofs inden Kalkofen. Die schönste Sammlung der Petrefakte ^

dieses Bruchs fanden sich bey Jäh. Gefsner (jetzt phy-