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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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5o6 Worms.

und gesucht werden. Diese Granitblöcke sind so grofs, d®

dafs aus einem einzigen bisweilen zehn Mühlsteine ge-hauen werden. Der Granit besteht aus grofsen Feld-spatkörnern, Quarz und wenigen schwarzen Glimmer-bliittchen, denjenigen Trümmern vollkommen ähnlich,welche ich am Luzerner- und Zuger- See und im Reujs- ^ trKessel in Menge gesehen habe (s. Art, Küfsnacht, Lu- l* 1, ^

zerrt, Mellingen ). Ohne allen Zweifel sind diese hieram Jura liegenden Granittrümmer vom Crispalt unddessen Nachbaren zwischen dem Rigi-, Pilatus- und fc

Ruffi -Berg durch ungeheure Fluten hieher gewälzt End

worden. Man s. den Art. Rigi. ® ^

Worms f Bormio J, Hauptort der Landschaft Bor- I«»!.

mio, wird von den beyden Bergketten des Veit lins ganz simei

umschlossen, mit dem es nur durch eine enge Kluft, Hin i

la Serra, in Verbindung steht. Die ganze Landschaft js i

besteht aus 4*5 Thälern, ist io St. lang und breit, ein ruchlä

Alpenland, wo der Winter 9 Monat dauert, und dessen «J«

Gebirge, welche an den Ortler, einen der höchsten Fel- . ^ ^

sen in dem Alpengebirge, anstofsen, Gletscher tragen. mj,,,

Geschichte. Die Kirche von Bormio wurde vomlongobardischen Könige Cunibert im J. 701. dem Bis- s ; t ^

thum Como vergäbet ; in spätem Zeiten erhielt das Feint;

Hochstift Chur die Landschaft, welche im J. 1350. dem- {fey

selben von Job. Visconti entrissen wurde. Bündten fe/,

erwarb dieses Land zu gleicher Zeit mit Veltlin im ^

Anfang des XVI. Jahrhunderts (s. Veltlin'). Bormio 1(tj ^

blieb eine Vogtey des K. Bündten, bis es nebst Veltlin ^

im J. 1797. von der Schweitz abgerissen und mit der ^