Vicez l a-Thal. 435
und nun aufwärts durch den Felsendurchbruch Tron-tano, wo grauenvolle Zerstöhrung herrscht, nach Ba-jesco, steil abwärts über Gerolle ins Städtchen Masera,wo man links das Dorf Trontano sieht, und von hierin i St. nach Domo d’Ossola.
Merkwürdigkeiten. Das Vigezzathal hat zweyAerme, und hat das eigentümliche, da (’s es bey Rivadurch eine Höhe getrennt ist, von wo die östliche undwestliche Melezza abfliefst. ln dem östlichen Armeerhebt sich nordwärts Crana, der hohe Kamm Piodinadi Crana , aus welcher Gegend ausserordentlich vielHolz nach dem Langensee gellofst wird ; die Bächewerden dazu vermittelst künstlicher Anschwellungen,welche die Italiener Serre nennen, zu diesem Zwecktüchtig gemacht. Das Thal ist schön, obgleich nurGras und Rokken wachsen. Es giebt hier viele reicheKaufleute, welche ihre Handelshäuser in den gröfstenHandelsstädten Europa’s halten, ihre Frauen und Kin-der aber in diesem Thale lassen, und auch immer wie-der zurückkehren, um ihr Leben zu beschliefsen. Ohn-erachtet des Reichthums sind doch die Einwohner nochso einfach, wie sie vor aoo Jahren waren. — Aufden Bergen quellen an zwey Stellen schrrej’ei/ialligeWässer, 4 St. von Craveggio, und oberhalb Malesco.—Von einem Dorfe Vocogno schliefst Ferrari , dafs indem Vegezzathal das Völkchen, von den Römern Vo-contii genannt, gewohnt habe.
Geognost. Thatsacheu. Das Thal liegt iudem Urfelsgebilde. Glimmerschiefer, Granat, Urkalk-