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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
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43 z Via mala.

in einem Bogen gesprengte Brücke ist 40 Fufs lang,und der Abgrund unter derselben soll 430 Fufs tiefseyn, aus welchem das wüthende Toben und Aecbzendes Rheins dem Ohr kaum vernehmbar ist. Nicht weitvon der zweyten Brücke bildet der Rhein einen Fall,welcher, wenn grade die Sonne in die Schlucht scheint,einen schönen Regenbogen zeigt. Eine halbe Stundeweiter geht der Weg über eine dritte Brücke, 160 F.über den Rhein (zufolge der Messung des II. PfarrerTruog in Tusis), auf die rechte Seite, und bald nach-her bey der Kirche des II. Arahrosius (von den Ein-wohnern Ambriesch oder auch la Baselgia genannt)tritt man aus der Kluft ins lachende und reitzendeSchamser -Thal, wo Zilis das erste Dorf ist f s. Zilis ).Zwischen der ersten und zweyten Brücke, ist der anschauerlicher, erhabner und romantischer Natur reich-haltigste Standpunkt. Das feyerliche Dunkel dieserwilden Felsengegend stimmt zur Schwermuth, und dieschwarze Unthat eines Ungeheuers von Geistlichen, derein von ihm verführtes Mädchen hier in den Abgrundstürzte, erfüllt die Seele mit Grausen und Entsetzen.Dagegen wurde dieser Ort auch durch die beyspielloseKühnheit und Uneigennützigkeit des noch lebendenH. Salomon Hangar , Landammann in Tusis verherr-licht. Eine Lauine stürzte bey der zweyten Brücke einmit Reifs beladues Saumpferd in den Abgrund desRheins hinab. Der Eigenthümer zeigte in Tusis an,dafs sich in einem Reifssacke Gelder befänden. Niewar es einem Bündtner beygekommeu, in diesen Schlund