Parthey des Pabstes und des Kaisers getheilt, und über-all war Krieg und Verwüstung. — Als während de 4Burgundischen Krieges der Herzog Karl der Kühnesich kaum von Lausanne 1476. entfernt hatte, überzogder Bernerische Landvogt im Simmenthal sowohl Ve-vay als Tour du Peyl, tödtete alle waffenfähige Mann-schaft, und zerstörte alles Eigenthum, weil die Einwoh-ner den Savoyarden und Italienern , welche zum HeereKarls gezogen waren, allen Vorschub geleistet hatten.
Merkwürdigkeiten. Die Lage dieser Stadt istdurch die blendende Mannigfaltigkeit sowohl einer wil-den und erhabnen, als hinwieder einer reizenden und
schönen Natur einzig. Der prachtvolle See, die reizen-
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den Hügelufer voll Städte, Dörfer und Schlösser, diefurchtbar melancholischen Felsen von Metl/erie, die er-habnen Gebirge des Wallis, die Gletscher des Paindu Sucre (einTheil des grossen Bernhards ), die herr-lichen Alpen, mit Sennhütten besetzt, oberhalb Mon-treux, u. s. f., erzeugen einen ewigen Wechsel vonAnsichten und Naturgemälden, welche unbeschreiblichsind. Diese aufserordentlich herrliche Lage, nebst derFruchtbarkeit und dem Klima warmer Länder, hat Ve-vay von jeher zu einem Lieblingsaufenthalte der Reisen-den gemacht. Es herrscht unter den dortigen Einwoh-nern eben so viel Geselligkeit als in Lausanne, aberweniger Prunk, Glanz und Leichtigkeit. Auch ist eshier nicht so theuer, wie dort. Es giebt hier Pensions-anstalten ; auch Landhäuser, welche vermiethet wer-den. — Ein Naturalienkabinet bey dem H. Doktor Le-