V E V A Y.
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46’, 26', o" nördl. Breite, und 24°, 3a' o" derLänge, am Fufse des Chardonn », welcher ein Theil desJorat ist, dicht am Genfer- See. Die wilde Vevaise ,welche an der Westseite des Molisson im K. Freyburgentspringt, fliefst am westlichen Theile der Stadt, rich-tet bisweilen grofse Verwüstungen an, und durch denThalschlujid dieses Flusses bliist der Nordwind bisweilenmit der Heftigkeit eines Sturmes auf Vevay los.. DieTrinkwasser sind nicht gut ; auch sind hier die Kröpfehäufiger, als in keinem Orte am See,
Geschichte. Vevay hiefs zur Zeit der Römer Vi-viscum , und lag an ihrer grofsen Heerstrafse, aus Ita-lien über den Bernhards - Berg, nach der westlichenund nördlichen Schweitz. Von Vevay lief die Strafsenach Bromagum (welches bey dem See de Bray lag),Moudon , Avenche u. s. w. (s. Wallis'). — In derKirche zu St. Saphorin ist ein zu Gerolle gefundnerrömischer Meilenzciger, welcher sagt, dafs von Vevaybis Avenches 37000 Schritte seyen ; er wurde im J.
47. der christlichen Zeitrechnung unter Kaiser Claudiuserrichtet. Der lieldenmüthige Kaiser Heinrich IH .,nachdem er vom Pabst in den Bann getlian war, undseine Feinde, die Herzoge von Schwaben und Baiernalle AlpenpäSse besetzt hielten, begab sich mit einerkleinen Begleitnng an den Genfer-See, und hatte zu tVevay im J. 1076. eine Unterredung mit Adelheid , Mark-gräfin von Suz9, welche ihm den Pafs des GrofsenBernhards öffnete, über welchen der Kaiser nach Ita-lien gieng. Alle Grofsen und Geistliche waren in di»