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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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und Merkwürdigkeiten s. man Am-Släg , Andermaltund Hospital).

Geschichte. Ob der Name des Thaies von demFlufs Reufs, im alten Celtischen Urs, rhät. Ursa (Bä-rin) genannt, welche ehedem in dieser Gegend ein-heimisch waren, herkoramt, ist unausgemacht *). Da*Volk, welches das Ursern - Thal bewohnt ; sprichtdeutsch und wird für ächten deutschen Stammes gehal-ten. Von N. aus Uri war das Thal unzugänglich; inNO. wohnten und wohnen noch nur rhätische und ro-manische, in SO. nur italienische Völker. Diese*Thal erhielt also seine ersten Ansiedler aus SW. überdie Furca her, von den deutschen Völkern des Ober-TVallis; so wurde bisher allgemein angenommen. Fol-gende Geschichtstliatsachen machen dies aber sehr zweifel-haft. Als Sigishert im VII. Jahrhundert sich bey demjetzigen Disentis als christlicher Bekehrer ansiedelte(s. Disentis), waren die höher'gelegnen Thäler Ta-vätsch und Medels, und eben so Ursära ganz unbe-wohnt. Wie die Bevölkerung bey Disentis zunahm,zogen die neuen Christen des Sommers mit ihren Heer-den in jene Thäler. Aus anfänglichen Sennhütten wur-den nach und nach einzelne stete Wohnungen, und ausdiesen zuletzt Dörfer. Ob im J. 1048., als die Aebte

*) In der allerältesten celtischen Sprache hiels Urus nndBarus Flufs j einige Dialekte liefsen das U weg, undsagten Rus ; andre ltefsen das zweyte u weg, und sag-ten Urs. Daher der Name des Flusses lleufs und Ur-sern - Thal entsprungen seyn soll. Die Urserer führenin ihrer Fahne einen Bär.