Der östliche Theil des Kantons ist sehr mild ; dieObst- und Nufshaumzucht geräth hier aufserordentlich;bey Kirsiten wachsen efsbare Kastanien, und hin undwieder werden die Wiesen viermal gemähet. — DieEinwohner von, Unterwalden gehören zu den Alpen -und demokratischen Völkern der deutschen Schweitz,sind katholisch und haben sich von jeher durch einernstes, andächtiges Wesen und unbedingten Glaubenan ihre Priester ausgezeichnet. Alpenwirthschaft istihre einzige Beschäftigung; nur im Engelberger- Thalwird Floretseide gesponnen. Die Rindviehart ist klein,3-4 Ct. das Stück schwer. Der Kanton soll 10,000Stück Rindvieh im Sommer ernähren. Der Unterwald-ner-Käse hat mit dem Emmenthaler und Saaner glei-chen Preis, verbessert sich mit dem Alter, ist nichtsehr fett, sehr hart, dauert aufserordentlich auf denfernsten Seereisen und wird deswegen sehr gesucht.Der gröfste Theil desselben geht nach Italien.
Geschichte. Die Geschichte dieses Kantons s.unter dem Art. Schwytz.— Seit dem J. 1150 . ist Un-terwalden in zwey abgesonderte Bezirke eingetheilt,welche durch die Felsenkette vom Titlis hinab nachder Blumalp und durch den Kcrnwahl geschiedenwerden; deswegen wird der höher oder nach S. liegendeBezirk ob dem EB'alde oder Obwalden , und der tieferoder nach N. liegende nid dem Walde oder Nidwal-den genannt. Beyde Bezirke bilden seit dem J. 1508 .zwey für sich bestehende Freystaaten, die in gewissenBeziehungen gemeinschaftlich handeln und in dein Bunde