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Lugano die gröfste ist, 19 Klöster und 6 Chorherren-Stifter. Die Einwohner des ganzen Kantons, das ein-zige Dorf Bosco im Maggia - Thal ausgenommen, ge-hören zu dem Menschenstamm Italiens . Körperbau,
Hautfarbe, Gesichtsausdruck und Temperament zeigenauf den ersten Blick, so wie man die höchste Alpen«Scheidewand übersteigt, ein ganz andres Geschlecht,als auf der Nordseite; und die italienische Sprache*)spricht sogleich dessen Abkunft aus. Dieses Volk,voll der herrlichsten Anlagen, war bis 1798» aus Man-gel an Unterricht und Bildung **), aus Mangel eines
Verzeichnifs der Pfarrer, die Bevölkerung der Vogt eyRellinzona aus 9 i 5 o M.j die Bevölkerung aller italienischenVogteyen wurde von allen schweitzerischen Geographenund Statistikern stets auf i 56 — 161,000 M, angesetzt ! !
Nur in den höchsten Thälern, welche an die Zentral-Kette stofsen, giebt es Wörter einer unbekannten Sprache;z. B. Kie , Haus* Trono, Donner. Tosa, Mäd-chen. Tschiauz, Unterrock, Hosen. Tsckiau -gcty Strümpfe. Tschiauzi , Schuhe. Tschia-}>uha y Kappe. FemhvoJ's , Erdbeer. Tschipa,Öberrock. Burgh, Schwein. Nyeft gelbe Rü-ben. Aspag, genug. Calende , der Anfangeines Monats u. s. w. Die Aussprache wechselt vonThal zu Thal, und n»an hört hier Tone, welche deutscheKehlen nicht nachsprechen können.
**) Aufser den Städten gab es fast keine Schulen ; und dieSeminarien in Poleggio, Bellinzona, Lugano, Locarnound Ascona waren in den Händen der Mönche, wo allesklösterlich - schlolastisch getrieben wurde. In diesen Se-minarien und zu Conto oder Mailand studirten alleGeistliche dieser Landschaften. Rechtsgelehrte und Aerit«