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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
Seite
307
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weifst, dafs menger frommer Mann in unser Landob des Landvogts Vl'iiterey sich klagt , so zweiflenur nit , dafs viel biderbe L.andliit in Uri und Unter-walden auch das tyrannische Joch trucke. Drumwäre gut und von Nöthen , dafs üwer et lieh , dieeinander vertruwen diirftind , heimlich zu Rath zu-sammen giengind , und Nachgedenken hättind , wieihr des muthwilligen Cewalts abkommen möchtind ,und einander verheifsend byzustahn und by der Ge-rechtigkeit zu schirmen , so würd iich Gott ohn Zwei-fel nüt verlassen , und die Unbilligkeit helfen lam-met t, so wir ihn von Herzen anrufend, Wernery Stauffacher folgte dem Rath seiner Frau, gieng nachUri j vertraute sich dem Walther Fürst von Atting-hausen , bey dem sioh Arnold an der Halden aus demMelchthal verborgen hielt, dessen Vater der TyrannLandenberg die Augen hatte ausstechen lassen *). Diesedrey Männer hielten auf dem Grittli Zusammenkünfte,wo der heilige Bund, ihr Vaterland zu befreyen, be-schworen wurde ( s. Luzernef - See , Altorf , Burgien,

*) Laudenberg hatte um einer geringen Sache wil ei» demArnold , gewöhnlicher Aerni genannt, zur Strafe ein Ge-spann Ochsen nehmen lassen. "Wie dessen Vater Hein-rich den Verlast bejammerte, antwortete des VogtesKnecht:Wenn die Bauern Brodt essen wollen, so

nnen sie seihst den Pflug ziehen Aerni vermochtenicht, seinen Zorn zu händigen, schlug den Knecht, undhrach ihm einen Finger. Aus Furcht floh er nun zuseinem Verwandten Attinghausen nach Uri, und Landen -borg lief* aus Rache seinem alten Vater Heinrich dieAugen ausstechen, und alles Eigfntlmm nehmen.