Spietz). Im Sommer 1805. untersuchten die gründli-chen Mineralogen Hr. Esther aus Zürich, ProfessorStruve aus Lausanne, und Professor Tscharner ausBern, von Leifsigen am Thunersee an, wo in dessen Näheder Gyps zu Tage geht, durch das ganze Simmen-thal den Gang der Gypslager, worüber manche neueBeobachtung gemacht wurde. An mehrern Stellen fan-den sie Quellen, welche durch Silberauflösung höchstschwache Anzeigen von Kochsalzgehalt gaben, und Hr.Esther bczeichnete die Gegend von Vf'yssenburg alsdie schicklichste für fernere Untersuchungen. In demEiiemten-Tiizie soll eine Quelle voll fetter Theile seyn,weswegen sie Unsehlitt - Brunnen genannt wird. Auchstreicht ein Steinkohlenfiötz durchs Simmen - Thal ,welches bey Bold gen 1 F. mächtig, und bey Ober—rryi, an dem abgelegnen Orte Linden - Krathen , zuTage geht, und gebaut wird.
S imploh, Cimpiom , (italien. Sempione , latein.Semproni , Stipionis , Caepionis mons ) , ein Ge-birge in dein hohen Alpenkamm zwischen Wallis undPiemont, über welches ein Alpenpafs nach Italien führt.Am Fufse der Nordseite liegt die Stadt Brieg, undan der Südseite Domo d’Ossoia. Die Reise über denSimplon gehört zu den merkwürdigsten in hohen Fel-sengegenden. Besonders ist die Südseite reich anWildheit und allem Schauderhaften der höchstenZerstörung.
Geschichte. Einige Alterthumsforscher leiten denNamen vom römischen Consul Cn. Servilius Caepio,