I3S Rosa.
von Turin und andern Standpunkten aus gesehen , er-scheinen vereinigt und stellen einen sehr breiten Felsen-kamm dar. Man sieht den Rosa zu Mailand , Pavia ,und in der ganzen Lombardey. Der Rosa ist bis jetztnoch nicht erstiegen worden. H. v. Saussure , derMontblanc - Besteiger, bereiste den Rosa im J. 1789.von Macugnaga aus, und gelangte von diesem Dorfauf die Alptrifften Pedriolo in 5 St. (von denen man2 St. noch reiten kann), und von hier über den stei-len Abhang des Cichusa in 5-6 St. auf den Pizzibianco,ein südliches Vorgebirge des Rosa , 9564 Fufs übersMeer, wo man den höchsten Gipfel des Rosa vor sichsieht; welchen aber H. v. Saussure nicht erreichte. —Ein herrliciier Standpurkt zur Beobachtung des Rosaist das tiothhorn in dem Lesa- oder Lysthal , welchessich bey St. Martin im Aosta-Thal öffnet. Aus demDorfe Gressooey, von Deutschen bewohnt und 4 ° 4 & F*übers Meer gelegen, geht man nach den SennhüttenBetta, und von hier ersteigt man in 5 St. das Roth-horn, 9036 F. übers Meer. Der Lys-Gletscher ist dergröfste unter allen Gletschern, welche vom Rosa her-absteigen. Die Reise um den Rosa gehört in jederRücksicht zu den merkwürdigsten Gehirgsreisen in denAlpen *j. Man müfste aus dem Safstliale (s. Vispach)über den Monte Moro nach Macugnaga, von hier nachBanio im Anzascathal (s. diesen Artikel), nach den
*) S. serhs ßergansichten des Rosa in der Schrift : Sur
l’utilile des voyages et des courses dans son propre pays,p, le Chevalier de Robilant. Turin 1790. in 4,