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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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Rigi. 125

den des Luzerner- Sees und Unterwaldens am befstcnübersehen kann ; unerschöpflich sind hier beym Wech-sel der Lichter und Schatten die Ansichten über Unter-walden und dessen Gebirge nach den erhabnen vomSchnee glänzenden Kolossen des K. Bern ; über denLuzerner-See nach dem finstern Pilatus, den Gebir-gen Entlebuchs, und nach der Stadt Luzern. In demWirthshause läfsts sich allenfalls die Nacht zubringen.Von hier führt ein guter Weg hinab nach Wäggis undViznau in 3 St., reich an ergötzenden Aussichten undäufserst malerisch - romantischen Stellen, besonders beyder Einsiedeley. Frauen, im Fall sie nicht zu Fufswandern können, werden auf Lehnsesseln herabgetra-gen. Auch führt von hier ein Pfad nach KilJ'snachtübers Leiterli , nämlich an einer senkrechten Fel-senwand über eine Leiter hinab (s. Wäggis undKiifsnacht).

Pflanz en. Der Rigi ist aufserordentlish reich so-wohl an Alpenpflanzen, als solchen lieifserer Länder;an letztem besonders an seiner Südseite oberhalb Wäg-gis und Viznau, wo alle Nordwinde abgehalten sind,und zahme Kastanien- Mandel- und Feigenbäume undWeinreben wachsen. Renward Cysat aus Luzern *)fand allein in diesem Bezirke 800 verschiedne Pflanzen-Arten. Auf dem Fufse des Rigi an der Seite von Art,

*) Ii. Cysat (Grofsvater des J. Leopold Cysat), der im An-fänge des XVII. Jahrhunderts lebte, hinterliefs eine Be-schreibung von f'Väggis in deutschen Versen, mit einemRegister aller in jener Gegend gefundnen Pflanzen.