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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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log Rheinwald-Thai,.

Ungeheuern Felsen des Avicula und Piz Valrhein hin-eindrängt, liegt der Rheinvrald- Gletscher und der Ur-sprung des Hinter - Rheins. Von dem Dorfe Hinter-Rhein hat man bis dahin 3 St. Der Weg geht eineStunde lang ziemlich eben im Thale. Am Ende des-selben wendet er sich meist nordwärts und bald überSteinrvffenen und Schneelagen am Fufs der Zaportalp,welche durch einen tiefen Tobel, Hölle genannt, vonder Alp Paradies getrennt ist. Man steigt auf dieZaportalp zu den Sennhütten der Tessini, (Bergamas-ker-Schäfer *), und von diesen noch ziemlich aufwärts,um auf den gehörigen Standpunkt zur Uebersicht desFelseilkessels des schwarzen Muschelhorns , des zweyStunden langen Felsenkamms, über welchen 13 kleineBäche herabgiefsen, und des Hinter - Rhein- Gletscherszu kommen. Will man zu dem Gletscher in den Kes-sel hinabsteigen, so mufs man sehr gute Führer beysich haben, sonst wage man es nicht. Aus dem Kesselzurück über die meistens mit Steintrümmern bedeckteParadies- Alp und durch die Hölle verkürzt den Wegsehr, aber ohne kundige Führer ist es nicht möglich.Das Eisgewölbe, woraus der Gletscherbach hervorströmt,ist bisweilen grofs und prächtig. Dieser Gletscherbachund die 13 Bäche, welche über den Felsenkamm her-abschäumen, sind die eigentlichen Quellen des Hinter-

*) Die Berganiaskcr-Schäfer beziehen seit Jahrhunderten alleSommer die Alpweidcn des K. Rünäten, Ihre Scheaf-wirthschait hat viel merkwürdiges, (s. den Sammler inGrauhündten , Jahrg. 111 . 1781. St. 38 . S. 399. und