7 »
Regensbekc.
Geschichte. Hier wohnten die Freiherren vonRegensberg, deren im J. 1027. zuerst Erwähnung ge-schieht, und welche itn XII. und XIII. Jahrhundert zuden reichsten und mächtigsten Geschlechtern des Alle-mannischen Helveticas gehörten. Im J. 1264. kündigteder Freyherr Lüthold der Stadt Zürich den Krieg an,weil sie den Graf Rudolph von Habsburg zu ihremIlauptmann erwählt hatte, war aber unglücklich, verlorviele seiner Besitzungen, und begab sich zuletzt selbstin den Schutz und Schirm der Stadt. Nachdem in derMitte des XIV. Jahrhunderts dieses Geschlecht erlo-schen war, erhielt das Städtchen das Bürgerrecht vonZürich , und Herzog Friedrich von Oesterreich ver-kaufte im J. 1409. seine Rechte an Regensberg an jenenFreystaat, von welcher Zeit das Städtchen der Sitzeines Landvogts wurde. Die Burg wurde iin J. i445-in dem Kriege der Eidgenossen gegen Zürich von denerstem belagert, erobert und verbrannt.
Merkwürdigkeiten. Der Schlofsthurtn, einStück der Stadtmauer, und der Ziehbrunnen auf demPlatze, welcher 116 I*'. tief ist, sind Ueberreste der al-ten 1443. zerstörten Burg. — Zu Buchs , ohnweitRegensberg, fand man im J. 1759. e inige merkwürdigerömische Ruinen. — Aul der iNordseite des Städtchensund des Läger-Iicrgs liegt das Wen- oder IVeninger-Thal, wo die Einwohner vermittelst des Mergels, dersich am Läger- Berg in Menge findet, ihre dürren Fel-der auisci ordentlich verbessert und in die fettestenWiesen verwandelt haben.