7Ö , IIapperswyl.
J. 1712. wurde sie von den protestantischen Kantonenerobert, und rnufste deren Hoheit auerkennen. DieStadt blieb ein Mittelding zwischen Munizipalstadt undunabhängigem I'reystaat, in welchem stets grofserZwiespalt und innre Unruhen geherrscht haben.— Den30. April 1798 . wurden in der Nähe von Rappersrryldie ersten Gefechte zwischen den Franzosen und Land—leuten der demokratischen Kantone geliefert. Noch indemselben Jahr wurde die Stadt dem K. Linth , undund im J. 1802. dem K. St. Gallen zugetheilt,
Merkwürdigkeiten. Die hohe Lage der Stadtund ihre Thürme gewähren einen sehr malerischenAnblick von allen Punkten des Sees. Auf der Garten-stufe hey dem alten Sclilofs und bey dem Kapuziner-kloster eine sehr weite und herrliche Aussicht überden Zürcher- See und dessen Ufer, am günstigsten beyMorgenbeleuchtung. Rapperswyl gegenüber dehnt sicheine sehr lange und schmale Erdzunge in den Seehinein.« Von dieser nach der Stadt liefs Herzog Leo-pold , nachdem er Alt - Rapperswyl und die Marchgekauft hatte, im J. 1358- eine Brücke erbauen, welche1800 Schritte lang, 12 F. breit ist, auf 188 Jochenruht, kein Geländer, und die Queerbretter nicht ange-nagelt hat; deswegen kann man nur scheulose und ge-duldige Pferde hinüberreiten, und auch Kutschen lang-sam hinüberfahren lassen. In dem Krieg von 1799 .und igoo. sind alle Bretter abgehoben, und nebst einer
Bürgerkrieg der Eidgenossen gegen Zürich zwischen 1 444 *und 144b. beschrieben.