74 Rapperswyl.
ncn Urfelstrümmern Graubündtens entsteht, grauweifs,und in der Sonne aufserst glitzernd ist. ZwischenRagatz und Meienfeld wurde ehedem aus diesemRheinsande Gold gewaschen.
Rapperswyl, Städtchen im K. St. Gallen, aufeiner Landzunge am östlichen Ufer des obern Zürcher—Sees. WJrthshäuser ; Drey Könige , Stern , Hecht , undjetzt besonders Pfau.
Geschichte. Wurde im J. tot)i. von den Gra-fen Rudolph von Rapperstryl erbaur*), deren Stamm-sitz am entgegengesetzten Ufer des Sees bey Altendorfstand, und hiefs mehrere Jahrhunderte in den Urkun-den Ruprechtsvilla. Nach dem Erlöschen dieses Ge-schlechts im J. 1284* kam die Stadt an die Grafenvon Habsburg — Lauffenburg, und im J. 1353* an ^ enHerzog Albrecht von Oesterreich. Während der öster-reichischen Herrschaft erlitt diese Stadt grofse Drang-sale. Von 1333. an wurde sie von den Zürchernmehrmals belagert, und 1350 . erobert. Der Zürcher-Bürgermeister Brun (s. Zürich) liefs die alte Burgder Grafen zerstören, die Mauern der Stadt nieder-reifsen, die Einwohner heraustreiben, und die ganzeStadt anzünden; alles dies mitten im Winter, aus Rachegegen den Graf Johann von Rapperstryl, welcher mit
") Als Rudiffph nach langer Abwesenheit aus fernen Län-dern zuriickivelirte, und ihm sein vertrautester Schaffnerentgegengieng , um die Untreue seiner Gemahlin ihmzu offenbaren, empfieng der Graf ihn mit den "Worten :„Sage, was du willst, rede nur nicht gegen die Ge-liebte meines Herzens, die Griiiin, die Freude meines