5G Prettigau.
j \layenfeld , Davos , Schallfik und /’ cljort . Als den14. May 1799. die Oesterreicher die Franzosen inBündten von Feldkirch und dem Montafunerthal aus an-griffen, überstieg ein Theil derselben unter Führungdes Obersten Hitler den Rhäticon und kam über Scha-pin und Lunersee ins Prettigau hinab, und trieben dieFranzosen aus der Kluse , während über die Guscher—alp andere den Luziensteig Wegnahmen (s. Feldkirch'}.Der Gastwirtli Mathis aus Chur wufste mit 80 Bündt-nern so geschickt sich zu benehmen, dafs er zwischender Klus und Chur 1100 Franzosen gefangen nahm. (?)
Weg ins Prettigau. Merkwürdigkeitenund Aussichten. Der einzige Eingang ins Prettigaugeht von Malans durch eine enge Kluft % St. lang,dicht an der Landquart , zwischen dem Valsaina- undSeetviser-Berg. Wie man aus dem Schlunde ins Thaltritt, führt der Weg über die Fraksteiner - Brücke, wodie kaum erkennbaren Reste des Schlos'ses Frakstein *),welches bey der Brücke ein Vorwerk hatte, durch des-sen Thor der Pafs und ganz Prettigau geschlossenwerden konnte, liegen. Der erste Ort, den man be-rührt, heifst Pratisle (von pratum), in der Höhe dieReste des Schlosses Solavers (Geburtsort des letztenCrafen Friedrich von Toggenhurg , mit dem 1436.sein alter und mächtiger Stamm erlosch, und dessenTod so grofse Verwirrungen in der Eidgenossenschaft
) Der letzte Besitzer von Frakstein (fraeta petra) wurde
bey dem Mittagsschlaf von einem Jäger erschossen.