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bewohnt ist. Man zählt 18 Gemeinden, in eine nochweit gröfsre Menge Ddifchen zerstreut; hin und wie-der ist das Land mit einzelnen Häusern, wie im K.Appenzell, übersäet; die Einwohner sind protestantischund treiben nur Viehzucht und Alpenwirthschaft. DieAlpentrifften tragen romanische Namen, als Fasons ,
Alpnova, Cavell, Potz, Villan u. s. w,, und es ist
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keinem Zweifel unterworlen , dafs die alte rhätischeSprache hier verdrängt worden sey. — Aus dem Pret-tigau hat sich das so nützliche Trocknungsgestell desHeues, Heinzen genannt, über ganz Grnubündtenverbreitet. — Der den Schweitzer - Sennen so verhafsteRumex alpinus ( Alpen-Ampfer ) hier Blayden genannt,wird in Prettigau wie in ganz Bündten in Menge ge-pflanzt, weil man da dessen Blätter als ein Mastungs-mittel nebst Erdäpfel, Rüben und Milch für die Schweinebenutzt. Es giebt auch in diesem Tliale viele Schne-cken-Mästungen in eignen Gärten.
Geschichte. Diese Landschaft hatte'sich unterden Schutz der mächtigen Barone -von Vatz freywilligbegeben; bey deren Aussterben nahmen sie die Grafenvon Toggenburg zu Schirmherren an, nachdem diesealle ihre Freyhciten bestätigt hatten, welche sehr aus-gedehnt waren. Die Abfassung nämlich der Landesge-setze , Schliefsung von Bündnissen , Berathung überKrieg und Frieden und andere gemeinsame Angelegen-heiten stand bey der allgemeinen Volksversammlung desPrettigaus. In einer Urkunde vom J. 1289. welche sichschon auf eine ältere bezieht, waren bereits alle diese