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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
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steht, welche die Bergbewohner Untern Cornell , auchSt. Dominik , und den Eingang der Höhle Dominiks-Loch nennen. Man kann sich auf keine Art dem Ein-gänge nähern; die Höhle geht durch den ganzen Fel-sen , und öffnet sich auf der andern Seite unterhalbder Tomlis-A lp, wo die Oeffnung Mond -Loch genanntwird, weil in dieser Höhle sehr viel Mond- oderBergmilch gefunden wird. Der Zugang zu diesemMond -Loch ist gefährlich und sehr beschwerlich; töd-tende Kälte stöfst heraus, und ein Bach stürzt ausdem Eingänge hervor, welcher 16 F. hoch und 9 F.breit ist*). Zehn Schritte hinein erweitert sich die

Höhle zu grofsen Gewölben ; nach 4 - 500 Fufs veren-gert sie sich aber dergestalt, dafs man auf dem Bauchmitten durch strömendes Wasser kriechen mufs. EinigeVersuche, durch die ganze Höhle bis zur Bildsäulehindurch zu kriechen, sind tnisglückt; sie haben aberso viel gezeigt, dafs die Höhle durch den ganzen Fel-sen geht, und dafs in ihrer entgegengesetzten Oeff-nung die sonderbare Gestalt sich befindet. Von derBründien -Alp aus betrachtet, so ist die Bildsäule vonweifser Steinmasse, dem Augenmaafse nach 30 F. hoch,und hat Aehnlichkeit mit einem Menschen, der sichmit seinen Aermen auf einen Tisch stützt, die Beinequeer über einander schlägt, und die Stellung nimmt,

*) Der Bach in der Höhle bringt durch sein Fliefsen son-derbare pteifendc Töne hervor, welches die Pilatusbe-wohncr das Bergklingeln nennen, und sehr merkwür-dig finden.