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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
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Pfeifers-Bad.

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Zwischenlagern Nummulilen *). Nahe bcy der Quelledes Heilwassers geht eine Lage von Markasiten in Thon-schiefer zu Tage.

Die Tarnina fliefst durch schwarzen Kalkstein5-4 St. lang bis zu ihrem Austritt bcy Ragatz , ineinem Bett, welches 4-664 Fufs tief ist. Dafs dieserStrom den Ungeheuern Schlund aufgerissen habe, istkeineswegs wahrscheinlich; sondern diefs geschah durcheine fürchterliche Fluth, welche aus SW» über denGungels-Be rg eindrang, alle Ccbirgc wie den mächti-gen Galanda durchrifs, und nach NO. in das Thalstürzte, wo der Rhein fliefst. Dieser Fluth verdanktdas Tarnina. - Thal seine Entstehung, und eben so derSchlund, in welchen sich die Tarnina seit Jahrtausen-den nur tiefer eingefressen hat. Die Wirkung ihrerWasser ist bey den Bädern unverkennbar; man be-merkt deutlich an den Felswänden, 40-60 Fufs überdem jetzigen Wasserstand, die Spuren des ehmaligenFlufsbettes. In dem Schlunde nach der Heilquelle kannJeder an mehrern Höhlen und besonders an der gros-sen Marmor - Höhle unter dem Reschlitfs sehen, was

*) Dieser Numniuliten haltende Sandstein bildet unregel-mässige Zwischenlager und ist thon - und quarzartig ,sehr feinkörnig von schwärzlichgrüner Farbe, und scheintviel Chloriterde zu enthalten; er ist schwer zerspringbar,und sehr selten zerklüftet; die Versteinerungen desselbenaber bestehen meist aus schwärzlich oder dunkelrauch-grauem dichten Kalkstein. Am Anfang der Brücke vomBad gegen die Quelle sind starke Lager dieser merk-würdigen Gebirgsart anstehend. (Eicher).