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Pfeffers-B ad.
welche nur vom May bis October fliefst. Dicht beyVättis öffnet sich das enge, unbewohnte aber alpen-reiche Kalfeuser - Thal, in welchem die Tamirta ausdem grofsen Sardona - Gletscher entspringt, zu demman von Vättis in 5 St. gelangt. Man kann dahinreiten, und übernachtet in der grofsen Sennhütte desKloster Pfeffers. Merkwürdig ist, dafs ehedem diesesjetzt so wilde Thal bewohnt war, und dafs man aneinem Orte, wo wahrscheinlich das Dorf und dessenKirche stand, öffters Menschenknochen ausgegraben hat,welche ein weit gröfseres Maafs hatten, als der jetzigeMenschenschlag aller Thäler in dieser Landschaft zeigt;man spricht deswegen hier von den ehmaligen Riesen—bewohnern des Kalfeuser - Thaies. In den hinterstenThälern des Kantons Glarus , welcher unmittelbar andas Kalfeuser - Thal stöfst, sind auch bisweilen so un-gewöhnlich lange Menschenknochen ausgegraben wor-den, wie mir der achtungswürdige Doktor Marti zuGlarus bey einem Gespräch über die Knochen des Kal-feuser-Thals im J. i 8 ot. versicherte. Zehn Jahre vor-her sah’ ich selbst in dem Linth - Thal den MelchiorThut (’s. Glarus), welcher 7% Fufs grofs, und wahr-scheinlich der letzte Sprosse dieses Riesengeschlcchtswar, welches die höchsten Thäler bewohnte. Die Ein-wohner des Tavetscher - Thaies (des höchsten Theilsdes Vorder-Rhein -Thaies in Graubündten) sind nochjetzt ungewöhnlich grofs; viele Männer messen 6 Fufse.Es ist zu bedauern, dafs kein einziger Mönch in demKloster Pfeffers so viel Sinn für Naturerscheinungen