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Heilwasser in Flaschen zum Versenden gefüllt wird.Dieser Platz ist bey Sonnenlicht nach dem Mittagessenüberaus malerisch ; man sitzt unter nackten Felsenwän-den, an denen im Monat August einige schön blühendeAlpenrosen hängen ; dicht dabey die tobende Taminaund die Brücke ; gegenüber an schwarzen Felsen dashelle Laubgrün von Ahornen und Buchen; links derschwarze fürchterliche Schlund, dessen Schrecknissender Strom stürzend entflieht; rechts eine vom Sonnen-licht erhellte Fernsicht der etwas erweiterten Kluft.
Tamina - Schlund, einzig in seiner Art,und herrliche Marmorhöhle in demselben.Wenige Schritte von diesem Sitze ist der Eingang inden Schlund, welcher eine Ansicht gewährt, die in derganzen Schweitz und vielleicht in Europa einzig ist.Die lebendigste Einbildungskraft kann den Eingang indie Hölle nicht so gräfslich malen, als die Natur hiergebildet hat. Durch diesen Schlund führt ein Bretter-steig, auf Keilen, welche in die steilen Felswände ein-getrieben Sind, ruhend, und über die Tamina , welche30-40 Fufs gerade unter den Füfsen wüthend zischtund tobt, hängend, 6-700 Schritte lang ^ oder *j 4 St.Zeit, indem man mit gröfster Behutsamkeit gehenmufs ) bis zu der Quelle des Flcilwasscrs. Da, wo derSteig liegt, ist der Schlund 30 Fufs breit, und wirdnach dem Strom abwärts enger; die Seitcnfelsen, diein mannigfaltigen Krümmungen gespalten und durch-sägt sind, steigen 200 F. in die Höhe, neigen sich wieein Dohm gegen einander, und sind da, wo sie voll-