PAYERNE.
einen Hof und eine Kirche, welches der Anfang zurStadt Payerne war. Er wurde 581. Bischof von Avcnche,zog nach Lausanne und hinterliefs eine Kronik seinerZeit (s. Lausanne ). Im J. 962. liefs die BurgundischeKönigin Bertha, (Tochter Burhards , Herzogs von Alle-mannien, Mutter des Burgundischen Königs Conrad,und, nach dem Tode ihres Gemahls Rudolphs II. Ge-mahlin Hugo’s, Königs von Italien) aus den Trümmerndes alten Aventicum den hiesigen Münster (jetzt zumKornhaus umgewandelt) erbauen , welcher von ihrund ihren Söhnen grofse Güter, unter andern auchColmar und andere Orte im Elsafs, erhielt. Berthaliegt in dem Münster begraben, und ihr Testament imArchive zu Bern. Payerne kam in Aufnahme, währenddie Burgundische Könige vom Hause Sträflingen hierlebten. — Im J. 1126. wurde der letzte Graf Bur-gunds, .Wilhelm IV. (dessen Mutter Agnes, Gräfinvon Zähringen, war) mit seinem Hofstaate in Payerneermordet, worauf Conrad -von Zähringen Statthaltervon Burgund wurde, welches dieses Haus zur höchstenMacht in Ilelvetien erhob (s. Bern ).
Merkwürdigkeiten. Man zeigt hier noch denSattel der Bertha; man sicht darin ein Loch, in wel-ches sie ihren Rocken steckte, an dem sie währenddes Spatzierreitens spann. — Nahe bey der Stadt, aufder Brücke von Beim, sieht man eine römische In-schrift. — In der Nähe von Payerne wird seit derMitte des XVIII. Jahrhunderts Tabak gebauet, währendin der letzten Hälfte des XVII. Jahrhunderts das Ta-
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