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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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Anwendung der Theorie auf Beobachtungen.

ter zeigt. (§. 170 r76.) Die Winterkälte dringt nie so viel in die Zimmer,als sie i» freyer Luft herrschet. Eine etwas anhaltende Sommerhitze, zumal beyoffenen Fenstern, dringt selbst in die gegen Mitternacht liegende Zimmer hinein.Es ist aber in Italien, wegen der großen Hitze üblich, dem Sonnenlichte den Zu»gang in die Zimmer zu benehmen, und die Mittagsstunden mit Schlafen zuzu-bringen. Ich kann nun nicht sagen, ob der rNarchese polent seinem Thermo-Meter zu gefallen, anders verfahren. Die größte Hitze in den 40 Jahren trist aufden yzsten Grad des Fabrenl-eirschen Thermometers, und die größte Kälte aufden 2 5sten. (§. 80.) Erstere könnte gar wohl größer, und letztere ebenfalls beyeinem tiefem Grade seyn. Doch dieses sind besondere Umstände des Ortes, undwollen nur sagen, daß man aus der Tafel auf die Wärme und Kalte der TaroisrrMark in freyer Luft nicht so ganz unbedingt schließen könne. Da indessen dasThermometer immer an gleichem Orte blieb, so kann das Mittel aus allen Beob-achtungen allerdings die Regularität haben, die es hat. Ich habe die Grade vonjedem Monat addirt, und die Summe durch die Anzahl der Tage gerheilr, um diemittlere Wärme eines jeden Monates zu erhalten. Diese ist folgende;

Monat.

Grad.

Monat.

Grad.

Jan.

3 , 6^

Jul.

21, 66

Febr.

5,75

Aug.

2 r, ZZ

Mart.

8,86

Sept.

19, n

April

1 2, 62

Octob.

14 , 6z

May

r6, ^0

Nov.

9 , c>8

Jun.

- 9,77

Der.

5 , 3 i

und der mittlere Grad vom ganzen Jahre ist iz,17.

Nach diesen Zahlen habe ich eine krumme Linie gezeichnet, indem ich die Monateals Absciffen und die Grade als Ordinären verstellte. Die Linie war sehr regulär.Nur war der aufwärts gehende Theil weiter als der abwärtsgehende, und diesesscheint anzmeigen, daß die Sommerhitze länger dauerte als die Winterkälte. Eskann aber auch seyn, daß das Thermometer der größten Sommerhitze nicht genugausgesetzt war. So viel fand ich, daß, wenn ich die Grade nach der Formelv iZ, 4 o-l- 9 , 7 Z. lD 1,25 ^2

berechnete, wo vom a i sten April an in Graden gezählt wird, diese Formel mitden Graden vom Oktober an, bis zum Julio sehr gut übereintraf, hingegen dengrößten Grao der Wärme, um 2 Grade größer angab, und so in dem Jul. Aug.und Sepr. von den Beobachtungen stuffenweise mehr und da>m immer wiederumweniger abwich.

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