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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
286
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286 Anwendung auf einige Falle.

ebenfalls zoov Grade Ueberschuß von Hitze, aber nur der Stärke, nicht derMenge nach, haben. Die Menge nimmt noch zu, weil der Zufluß noch immerstärker,als der Abgang ist, und eben daher das Feuer noch größer wird, bis eSsein iVlaximum erreicht, und dann wieder anfängt, abzunehmen.

§. 556 .

.Figur. Wenn man sich nun von dein ganzen Vorrathe von Hitze, welcher in einemHaufen aufgebeugten Holzes ist, und beym Verbrennen desselben wirksam wird,überhaupt einen Begriff machen will, so wird derselbe am füglichsten durch oenFlächenraum einer krummen Linie ^ b c ci ss vorgestellt. Der Anfangspumrist die Zeit, da das Holz angezündet wird. Eine jede Abscisse stellt die

Zeit vor, während welcher das Feuer schon gebrennt hat. Setzt man das nächst/folgende Zeittheilchen ci 7 ? y, so ist das Räumchen ? ü/l m p das Maaß derMenge der Wärme, welche während diesem Zeittheilchen abgeht. Der Raum^ b c ci L ^ stellt demnach die ganze Menge des Feuers vor, welche in dem Holzegewesen war und rege gemacht worben ist, sofern sie die vorerwähnte zoO<-> Grade' Ueberschuß über die Wärme der äußern Luft har» ^Denn mehr kann nicht abge-hen, als was dieser Ueberschuß austrägt.

§. 5Z7.

Es würde sehr unnöthig seyn über die Natur der Linie ^ bc 6 L andereals ganz allgemeine Betrachtungen anzustellen. Man muß das Feuer öfters nach/schüren, um es besser zusammenzurücken, wenn das Holz anfäugr in Stücke zuverfallen. Dadurch aber.wird die Continuilät der Linie oft sehr stark unterbrochen.Mau kann sich aber ohne Mühe vorstellen, daß die Ordinaten Anfangs langsamund dann schneller, endlich beym Wendungspunct b am schnellesten zunehmen»Von da an nehmen sie immer langsamer zu, bis sie in c ihrklsximum erreichen;wo sie dann anfangen immer mehr, und im zweyten Wendungspunct 6 am schnelltesten, nachgehends aber immer langsamer abzunehmen, bis das Feuer in L ganzausgegangen oder endlich selbst auch die Asche erkältet ist.

§. 5Z8-

Wenn man von dieser Menge der Wärme in Absicht auf den Erfolg nurbeyläuftig eine Berechnung vorznnehmen hat, so kann man sich, statt des Flächen/ranmeS ^ bc 6 L ^ ein Rectangel von gleicher Größe gedenken, welches die Höhec habe. Dieses ist eben so viel, als wenn man seht, das IVIaximum der Wärmehabe gleich Anfangs statt gefunden, und eine um so viel kürzere Zeit gebauert.Der Erfolg, im Ganzen betrachtet, wird wenig von dem wahren verschieden seyn.Und das ist zu einem beyläuftigen Ueberschlage schon genug. Wer hingegen ge-nauer sehen will, wie die Größe des Feuers von einem wohlgebeugten HaufenHolze zu und abnimmt, der kann einen solchen mitten auf dem Feuerheerde, an ei/nem Tage, da bey windstillem Wetter dir Wärme der Luft sich wenig ändert, av