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Die Schnellkraft der Warme.
ken bringt, vergrößern und verkleinern, und da wird die Dichtigkeit der Feuer/theilche» in diesem Raume, und mit derselben die Wärme ebenfalls schnell ver-ändert Dadurch erfolgt ein Zufluß von Feuertheilchen aus dem Glase uud demQuecksilber in dem luftleeren Raume, und aus demselben wiederum in das GlaSund das Quecksilber zurücke. Vielleicht trägt dieses etwas mit zu dem Feuchtenbcy, welches man oben an dem Quecksilber, zumal wenn es sich senket, im Dun.'kcln bemerkt. Die Feuertheilchen in dem luftleeren Raume scheinen keinen eigenenDruck gegen LaS Quecksilber zu äußern. Wärmt man aber die Röhre durch An-Näherung der Flamme eines Lichtes, so dringt mehr Wärme in den luftleeren Raum,und das Quecksilber fällt oder wird durch die vermehrte Schnellkraft herunterge-drückt. Dieses Fallen ist allerdings schneller und stärker, wenn der Raum weni-ger luftleer ist. Ich sehe aber nicht, warum nicht auch in einem ganz luftleerenRaum, die schnell aufgehäufte Wärme einen Druck sollte äußern können, wenn siegleich ihre Kraft mehr auf die Theilchen der Körper, und die Trennung derselben«lS auf die Oberfläche, im Ganzen betrachtet, äußert.
§. 497 .
Da indessen die Schnellkraft der Wärme dadurch, daß sie die von derLuft, von den Dünsten rc. verstärket, kräftigere Wirkung äußert, so verdient sieauch in dieser Absicht vorzüglicher betrachtet zu werden. Ich habe gleich Anfangs(§. 2Z.) bey Anlaß von Orebbels Thermometer angeführt, wie derselbe bedachtgewesen, die durch die Wärme verstärkte Schnellkraft der Luft zu nutzen, unddurch Verbergung des Kunststückes Verwunderung zu erregen. Die,eS mußteihm desto nokhwendiger gelingen, weil es, wenn er es nicht selbst sagte, niemandso leicht in Sinn kommen konnte, die wahre wirkende Ursache in einem leeren Glasezu suchen. Das Glas war freylich nicht ganz leer, sondern voll Luft. Aberda-mals ließ sich niemand in Sinn kommen, meinem Glase voll Lust wirkende Kräftezu suchen. *
§. 498»
Diese Kräfte sind nun allerdings nicht gerinae. Der Druck der Lustgleicht dem von einer 2 8 Pariser Zoll hohen Quecksilbersäule, und beträgt demnachauf eine» Rheinl. Quadi arsuß 20 z c> Berliner Pfund Diese Kraft wird bey ein-geschlossener Uif vom Frlerpmict bis zum Siedepunkt in der Verhälrniß von <000zu l Z70 Graden des Luftrhermomekers v>'rftärkt. Demnach — 28-08 Pfund»Der Uebe-fhuß ist — 758 Pfund für 80 Grad Wärme des ReannimschenQuecksilbenhermomekers. Dieses gibt iur jeden einzeln Grad eine Ueberwuchtvon 2,47 z oder y ^ Pfund. Nun kann selbst die aufashende Sonne, die nochwenig Kraft hat, in kurzer Zeit eine Wärme von mehren« Graden bewirken, undsc konnte es ^redbeln an bewegender Kraft nichr fehlen, zumal wenn er den Druckder Luft auf mehrere Qnadrakfuße gebrauchen wollte,
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