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Vorläufige Lehrsätze.
§. 426.
Ich habe »un, um hierüber einige Versuche anzustellen, die Theorie derklingenden Saiten zu Hülfe genommen, und dazu meßingne und stählerne (ver-muthlich aber nur eiserne) Claviersaiten gebraucht. Diese Versuche gaben miran, daß eine meßingene Saite springt, wenn sie auf das Monochord gespanntbey der Länge von einem Rheinl. Fuß den Ton der Flöte
giebr, oder in jeder Secunde 996 Schwingungen machet. Die eisernen Saitenaber sprangen, wenn sie bey eben der Länge um einen Ton höher gestimmt wurden»der den Ton der Flöte
>-
von 4 .996 --- n 204 Schwingungen gaben. An der Dicke der Saiten ist hiernichts gelegen. Der Unterschied ist nur, daß dickere Saiten mit mehr Kraft ge-spannt werden müssen und einen weniger klingenden Ton geben; dafern mannicht die Länge 2, zmal größer und den Probeton in gleicher Verhältniß tiefe»nimmt.
§. 4 ^ 7 »
Die Theorie der schwingenden Saiten giebt nun folgende Formel:
— lVl X 14" r x
wo ? das spannende Gewicht, lVl das Gewicht des schwingenden oder zwischen 'beyden Sätteln des Monochords liegenden Theiles der Saiten, X diese Länge,dl die Anzahl der Schwingungen, und 8 den Fall der Körper in der ersten Se-cunde Zeit vorstellt. Wird ^ in lheinländifchen Linien gemessen, so ist 2 8 —4502Linien. Um das Gewicht der Saiten desto genauer zu bestimmen, thut man gut,wenn man ein sehr langes Stück derselben abwieget, und sich einer genauen undrichtigen Wage bedient.
§. 428.
Ich werde nun sehen, der Drat, sowohl von Meßing als von Eisen,habe eine solche Dicke, daß die Länge von 1 Rheinl. Fuß gerade 1 Gran Berli-ner Gewicht betrage. Diesemnach haben wir
N — l Gran.
2Z — 4500 Linien.
-r — »44 Linien.