Das Zurückprallen der Warme. 209
§« 374»
Indessen wollen wir nns einen runden Körper gedenken, der alle Hiheausznhalten fähig sey. Wir wollen ferner sehen, die Sonne könne demselben60 Grade des Luftthermometers Wanne geben- Würde nun dieser Körper aufdie Oberfläche der Sonnegebracht, so würde die Dichtigkeit der auffallenden Son-nenstralen in der Verhältnis des scheinbaren Sonnentellers zur halben kugelflächevermehrt. Man sehe den Durchmesser der Sonne von Z2 Minuten eines Gra-des, so wird bemeldtcs Verhältniß, wie das Quadrat des Sinus von 8 Minu-ten ;um Quadrat des Sinus von 45 Graden, folglich wie i zu 92529 seyn.Diese Zahl mit den 6o Graben des Luftthermometers multiplicirt, giebt 5 55974.0Grade, eine noo bis ichoomal größere Hihe als die von schmelzendem Eisen.(§. 92.)
§. Z7s.
Nun ist das Licht des Vollmondes zooooOmal schwächer als dasSonnen-licht. (Photom. tz. io-8.) Wenn demnach der Himmel rund herum dichte mitVollmonden beseht wäre, so würden von den 5559740 Graden nur derTheil, demnach nur l 1 Grade Wärme dadurch entstehen. Es würde auch ineiner solchen Nacht, da der Himmel mit lauter Vollmonden beseht wäre, nichtviel oder noch weniger Helle seyn, als es unter Tage» bey Hellem Himmel ist, wenneine einzelne kleine Wolke vor der Sonne steht. Denn bey Hellem Himmel siehtman den Mond unter Tagen nicht immer, wenn gleich derselbe über dem Hori-zonte ist, und ziemlich volles Licht hat. Der Himmel ist alsdann merklich Hellerals der Mond, weil seine Klarheit, die vom Monde unempfindlich machet: Nunhabeich bereits (§. 287.) angemerkt, daß ein so Heller Himmel ein Thermome-ter, um ^ dessen kann steigen machen, was es an der Sonne steigt, demnach etwa20 Grade des Luftthermometers. Dieses ist also fast doppelt mehr als die erstge-fundene 11 Grade von einem mit lauter Vollmonden besetzten Himmel.
§. 576 .
In Ansehung der Brenngläser und Brennspiegel bleibt nun noch ein Um-stand , welcher hier zu betrachten ist. Man kann sie nemlich von ganz ähnlicherFigur größer oder kleiner machen, und dann wird auch das Sonnenbild in gleicherVerhältniß größer oder kleiner. Die Helligkeit aber bleibt einerley. Nun hat dieErfahrung längst schon gelehrt, daß dieser gleichen Helligkeitn,«erachtet,-das grös-sere Bild mehr Hihe giebt als das kleinere. Und dieses ist der Grund, warumman auf Verfertigung größerer Brennspiegel und Brenngläser Bedacht nehmenmußte, wenn man stärkere Wirkung Hervorbringen wollte.
§. 377.
Es kömmt hiebey viel auf die Größe der Körper an, die man in denBrennpunkt legt, weil die Wärme sich^o, wie sie von den Sonnenstralen erreget