146 Mitthcilung der Warme.
Der Unterschied der Rechnung von der Beobachtung beträgt höchstens 2, z Grad».Ich harte größere Unterschiede erwartet, weil der Weingeist diesssmal so weit er-wärmt war, daß er dem gewaltsamen Zustande des Siedens sehr nahe kam. DieErkältungs-Subtangeme ist auch in der That etwas kleiner als bey dem erstenVersuch, nemlich 7 — 8,73 Minuten. Und dieses zeigt an, daß der Weingeistbey den großem Grafen der Wärme etwas mehr als nach Verhältnis' der Warmeausgedehnt worden. Diesen Versuch habe ich den zten Febr. 1777 Vormittagszwischen halb 11 Uhr und 11 Uhr angestellt.
§. r6z.
Bey geschlossenen Weingeistthermometern habe ich immer auch die Erkäl-tungs-Subtangente kleiner, jedoch auch die Erkältung nicht völlig logarithmischgefunden. Bey Quecksilberchermometern fand ich für gleich große Diameter dieErkältungs.'Subtaiigente in der Luft, um A kürzer, so daß für eine Kugel vonio Pariser Linien 7 — 6 Minuten war. Ließ ich aber die Thermometer in wastser erkalten, so fand ich die Subtaugeuren 8 bis romal kürzer als wenn sie in derLuft erkälteten.
§. 164.
Nunmehr werde ich die oben (§. ros.) gegebene LTkewronsche Stuffen-leiter verschiedener Grade der Marine vollständig machen können. LTlervcontieß ei» Stück Eisen iin Feuer glühend werden, und an einem Orte, wo der Windgleichförmig vorbey wehere, wieder erkälten. Er legte verschiedene StückchenMetalle und andere Materien daranf, und beobachtete dir Zeit, wenn sie anfien-gen, ihre Flüßigkett zu verlieren, oder auch, wenn sie gerade nur fließig wur-den. Einige dieser Grad« halte er bereits, mittelst des Lcinöhlrhcrmometers be-stimmt. Und so hatte er für diese die Ordinären v in Graden des Thermometersausgedrückt. Die Hähern Grade berechnete er sodann, vermittelst der Zeit, unterder Vorausfehung, daß die Erkältung logarithmisch wäre. Seine Beobachtun-gen, denen ich sogleich auch die übereinstimmende Grade desFahrenheirfchen nu-tzes Luflkhermomcters beyfuge, sind nun folgende: