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Mittheilung der Warme.
wählte dazu den isten Vrachmonat 175 r, und legte ein Weingeistthermometer,so wie es war an die Mittagssonne, um das Steigen des Weingeistes jede Mi-nute auszuschreiben. Ich fand aber schon nach der zweyten Minute, daß die Aus-dehnung anfieng geringer zu werden, und dieses zeigte sich während den 14 Mi-nuten, so lange ich nemlich die Beobachtung fortsetzke, immer mehr. DerWeingeist stieg in der ersten Minute Grad, hingegen in der i zten nur ^ Grad.Es war nun zu offenbar, daß diese Ungleichheit nicht von der Sonne herrührenkonnte, weil der Himmel gleich Helle, die Luft gleich stille war, und die Höhe derSonne sich nur unmerklich geändert hatte. Ich verfiel also ohne Mühe auf denSchluß, daß das Thermometer von der Sonne mehr Wärme erhaltenhabe als die Luft, weil ein in; Scharren hängendes Thermometer wäh-rend den 14 Minuten nur unmerklich gestiegen war. Da ich nun wußte,daß ein Körper in der Luft erkältet, so bald er wärmer als die Luft ist, so war esmir sehr begreiflich, warum die Ausdehnung des Weingeistes nicht in jeder Mi-nute um gleich viel zugenommen, sondern immer mehr zurück geblieben. DaSThermometer verlor wieder von der Wärme, die es an der Sonne erhielt. Ichmachte auch sogleich den Schluß, daß es in jeder Minute destomehr verlohr,je mehr es schon hatte. Dieser Schluß bot mir zugleich ein Mittel an, überdie verlorne Wärme Rechnung zu tragen, sie zu der noch übrigen zu addiren, unddann zu sehen, ob die Summe der Zeit proportional seyn würde. Ich wieder-holte also den Versuch, und sichte ihn längere Zeit fort, stellte auch andere an, wo-bey ein erwärmtes Thermometer am Schatten schlechthin nur erkältete. Ich fandaber, daß die Erfahrung mit dem, was diese Schlüsse und nach denselben Ange-stellten Rechnungen angaben, nicht ganz eintreffen wollte. Da ich aber dieSchlüffe als richtig genug ansahe, so untersuchte ich die Umstände des Versuchesgenauer, und urtheilte, daß ich daß Thermometer vom Brettchen wegnehmen,oben die Röhre öfnen, und es so legen müsse, daß die Kugel nichts berühre. DerVersuch wurde auf diese Art wiederholet und traf mit der Rechnung besser ein.Einige dieser Versuche habe ich in den //e/->cr. lom. //. bekannt gemacht.
§. 251.
Unter den hier erzählten Sähen ist nun fürnemlich derjenige näher zu be-trachten, welcher will, daß die Wärme, welche ein erkältender Aörper injeder Minute verliert, der Wärme, die er hat, proportional seyn. Die-ser Sah ist das erste Grundgesetz von der Mittheilung der Wärme. Es schienso natürlich und ungezwungen, daß ich damals gar nicht daran dachte, ob es be-wiesen werden müsse. Als ich mir nachgehends anschaf-
fete, so fand ich, daß Newton bey Anlaß seiner oben (§. 105.) zum Theil an-geführten Stuffenleiter eben dieses Gesetz gebraucht hat, um auch solche Grade