i r6 Thermometer von festen Körpern.
§. 228-
Muschenbroek hat in Bestimmung solcher größer« Grade der Hitze anNewton einen Vorgänger. Newtons Beobachtungen, so weit er sie mit sei-nem Lcinölthermometer angestellt hat, habe ich bereits oben (H. 105.) in einerTa-fel vorgesiellt, welcher die Grade des buftthermometers beygefügt sind. Unterdemselben findet sich der von schmelzenden Zinn, welcher mit dem hier nach Mu-schel,brock angegebenen kann verglichen werden. Bey Newtons schmelzen-dem Zinn ist der i785ste, beym stockenden der regste Grad angegeben. BeyMuschenbroek ist es der 1765^ Grad: und dieser sagt, das Zinn sey nichtheißer gewesen als daß es gerade nur fließen konnte. Diese Grade treffen alsosehr nahe zusammen. Sie könnten übrigens, sowohl wegen der Verschiedenheitdes Zinnes als auch wegen der Schwierigkeit dieser Versuche mehr von einanderabgehen. Der Grad der Hitze, wobey ein Metall anfängt zu schmelzen, ist nichtleicht zu erkennen, zumal bey grüßern Massen, weil diese nicht mir einemmaleschmelzen. Bey den Halbmetallen ist es noch schwerer, weil diese sehr stark er-hitzt seyn müssen, wenn sie recht fließen sollen, und immer noch unter einer zer-brökelten Gestalt erscheinen. Ich merke dieses hier an, weil Muschenbroek denGrad des schmelzenden Vleyes und noch mehr des schmelzenden Bismuths sehrgroß ansetzt, wenn man ihn gegen den von schmelzendem Zinne hält. Bisniuchschmelzt wenigstens so leicht als Bley, und stocket viel langsamer. Fahrenheitund Boerhave sehen siedend Leinöl auf den 6ooten Fahl enhcitscheri Grad, sowie siedendes Quecksilber. Muschenbroek giebt den 71 zten Grad an, wenn ervon siedendem oder aufbrausendem (leruens) Rübsaamenöl spricht, dadurch aberVersteht sich, daß es bjs zum Entzünden siedend sey.
§. 229.
Unter den erst angeführten Muschenbroekschen Graden ist noch der letzte,den wir einigermaaßen mit demjenigen vergleichen können, den Robin für weiß-glühendes Eisen gefunden, und welcher 4210 Grad des Luftthermomerers betragt.(§. 92.) Muschenbroeks glühendes Kupfer fällt nach vorstehender Tafel aufden 4ooOten Grad des Luftthermometers. Das Kupfer wird auch in der Tbatnicht viel leichter glühend als Eisen, ungeachtet zu Schmelzen des Eisens vielmehr Hihe erfordert wird als zum Schmelzen des Kupfers. Da nun RobinsGrad eigentlich, mittelst der Ausdehnung der Luft, Muschenbroeks aber mit-telst der Ausdehnung des Rupfers gefunden worden, so läßt sich hieraus so ziem-lich schließen, daß die Ausdehnung der Luft mit der Ausdehnung des Kupfers biszum Grade des glühende» Kupfers zu gleichen Schritten gehe.