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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
106
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?O6 Thermometer zu bestimmten Absichten.

§.184.

Außer dieser ersterwähnten Hauptabsicht giebt es nun noch andere, zu wel-chen Thermometer eingerichtet werden können. Dahin gehört nun das von Haiesganz zum Behuf des Gewächsveiches eingetheilte Thermometer, (§. i6c>.) so wieauch die von Forvler und Benarr. Indessen kommen bey diesen eigentlich nurdie Aufschriften in Betrachtung, weil die Smffenleitern dabey ganz willkührlichsind. 164. 165.) Auch würde es ungleich b-ss--s"/",«rbsi ven Nunir,, der

Pflanzen die Sommers-- -^""erkalte der Länder angezeichnet wären, wo

» . emheimifch sind, und in freyem Felde fortkommen.

§. i85.

Herr ^ ist, so viel ich weis, der erste, welcher die Stuffenleiter zubesonder» Absichten eingetheilt har. Man wußte schon seit Amomono, daß,weil die Warme das Quecksilber im Barometer allsdehnt, eine gleiche Barome-terhöhe nicht immer eine gleiche Schwere der Luft anzeigt. Es laßt sich daher einThermometer gedenken, welches das Verhältniß anzeigt, in welchem jedesmal dieBarometerhöhe größer od»r kleiner ist, als sie bey einem bestimmten Grad derWärme seyn würde. Herr Fe stellte die Versuche mit den Barometern selbstan, und findet 6 Linien Unterschied für die Grade des zerstoßenen Elfis und sie-denden Wassers. Jede dieser 6 Linien theilt er in l 6 Theile, und erhält demnach96 Theile, deren jeder ^ Linie austrägt, damit man an diesem Thermometer sogleich sehen könne, wie viele Linien zu der Barometerhöhe wegen des Unter-schieds der Wärme müssen addirt oder davon abgezogen werden. Für Barometer-höben , die merklich verschieden find, muß hiebey noch eine Reduclion vorgenom-men werden, die sich leicht gedenken läßt, und worauf auch schon andere Rücksichtgenommen haben. Ich führe dieses nur erzahlungsweise an. Die erwähnte»6 Linien sind mehr als man nach des Fe /'/§/e und anderer Versuchen findet, wonemlich für das Quecksilber die Ausdehnung vom friedenden zum siedenden Was-ser nur und demnach aufzz6 Linien Baromererhöhe nur 5,04 Linien ansträgt.

§. i86.

Das andere Thermometer, so Herr Fe Lr-c zu besonder» Absichten ein-getheilt hat, betrifft die von der Wärme herrührende Veränderung in der Dich-tigkeit der Luft, bey gleichem Drucke. Hierauf muß man allerdings Rücksichtnehmen, wenn man die Höhen der Oerter, mittelst der Barometerhöhen bestim-men will. Herr Fe Fr/c gebraucht hiezu alle feine Beobachtungen, und arbeitetsich mit vieler Mühe und Weitläufigkeit durch dieselben durch. - Endlich findeter, daß die Luft bey gleichem Drucke sich um Theik ihres Raumes auSdehnt,