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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
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Von andern bisher gebrauchten Weingeistthermometern. 99.

1. ^daß der 54ste oder 55steGrad des Celsius mit dem 8Reamnutscken, und

2. der 69ste oder /oste mit dem zten Reaumurscheir sehr nahe über/i,.treffen

werde. Und daraus folgt ferner, daß beym Celsius der wahre Frierpunrt an^/»oder 79 fallen müsse. Dieses kömmt nun mit des Martine Versuch (§. 15/.)sehr gut überein. ' ^

§. l/Z.

Ungeachtet mm diese Betrachtungen dienen können, den Frierpunrt zu fin-den, und folglich die Sprache des Thermometers verstehen zu lernen, so lernenwir dennoch dadurch nur den Zustand der Wärme und Kälte in dem Zimmer he-urcheilen, wo das Thermometer befindlich war. Der Zustand der äußern Luftmuß daraus erst durch Schlüsse gefunden werden. Hiebey kann man fick eh-nnicht sehr viele Genauigkeit versprechen. Indessen ist die Mühe, so man sich des-wegen giebt, doch auch nicht vergebens. Auü meinen vorhin -^§. r 71.) erwähn-ten Beobachtungen finde ich folgendes: ^

i.o Im September geht das Thermometer in der Kammer mit dem vor demZensier überhaupt betrachtet zu gleichen Schritten.

r. Im Oktober trägt der Unterschied, überhaupt betrachtet, z bis 5 Reaumur-sch« Grade aus.

Z. Im November ist derselbe 5 bis 7 Grade.

4. Im December 5 bis 8 Grade.

5. Im Jenner 8, rc>, stich wohl 12 Grade.

6. Im Februar nimmt er wieder ab, so daß er 4 bis 8 Grade betragt.

7- Im März kömmt er wieder der Gleichheit näher, die im April fast ganz wie-der hergesteilt wird.

§. 174 -

Dieses betrift den Gang des Thermometers überhaupt betrachtet, so fernnemlich das Thermometer der kleinern täglichen Veränderungen uneracktet vomOktober bis in, Jenner tiefer fällt, und von da an wieder steigt. Es geht abernicht so einförmig zu. Dem, außer den täglichen Veränderungen giebt es nochsolche, wo die Kälte mehrere Tage lang zu, und dann wieder abnimmt. Diesezeigt das Thermometer in der Kammer zwey, drey bis viermal geringer an alsdas in der äußern Luft, je nachdem sie stärker oder schwächer sind. UeberdieSzeigt das Thermometer vor dem Fenster diese Veränderungen, zumal wenn sie ansich schnell find, allzeit früher an, weil es Zeit dazu gebraucht, bis die äußereWärme und Kälte durch die Mauern und Wände durchdringt.