Das Drebbelsche Thermometer, nebst dessen Abänderungen. 4Z
Diese in 40 Jahren beobachtete größte Hitze und größte Kälte ist sehr mäßig.Es hieng aber auch das Thermometer in eitlem Zimmer, nnd konnte demnach denZustand der äußern Luft »licht anzeigen.
§. 8 r»
Ich werde nun noch umständlicher sngeben, wie ich die Einteilung und Figur.Berechnung des bereits vorhin (§. 72.) erwähnten Thermometers vorgenommen.
Ich brauchte dazu Berliner Gewicht und Pariser Maaß, weil ich dieses letztereauch bey dem Barometer gebrauche. Das Glas hat eine Röhre von 29 l LinienLänge, und eine Kugel von > Linien Durchmesser. Es wog 564 Gran. Alsich die Kugel und die Röhre bis an einen bezeichnten Punct O mit Quecksilberfüllte, fand ich das Gewicht 2518 Gran, wovon, das vom Glase abgezogen,
1954 Gran für das Quecksilber bleiben. Als ich nun die Röhre bis oben anfülrIrre, wog es in allem 2Ü78 Gran; folglich nach Abzug des Gewichtes vom Glase,wog daS Quecksilber 2^14 Gran; folglich das in der Röhre von 6 bis 1 ) betrug2314— 1954^-360 Gran. Dadurch wird also die Verhältniß der Räume
bekannt, und die Räume selbst in solchen Theilen ausgedruckl, deren ein jedesso groß als i Gran schwer Quecksilber ist.
§. 82.
Um ferner zu sehen, ob die Röhre gleich weit war, und um allenfalls dieUngleichheit in Rechnung zu bringen, ließ ich etwas Quecksilber in die Röhre,und fand die Länge desselben nicht aller Orten gleich. Es stund anfangs 2 i,8 Li-men weit von v und erstreckte sich bis 7z, 9 Linien. Von hieran erstreckte es sichbis 124, 2 Linien ; sodann von da an bis 172,8 Linien, und dann von da an biS»19, r Linien, endlich bis 26z, 6 Linien. Die Längen sind demnach
7z, 9 — 2i, 8 — 52, r124,2 — 75,9 — 5 o,z172, 8 — 124, 2 — 48, 6219, 2 — 172, 8 — 46, 426z, 6 — 219,2 — 44,4
Da diese Längen merklich ungleich sind, so mußte dieser Ungleichheit Rechnun-getragen werden. Das Gewicht des Quecksilbers war 62,6 Gran.
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