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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
VIII
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VIH

Vorrede.

aufnoch nicht Rücksicht nehmen, und eben darum hängt in den phot»»metrischen Grundformullt nichts von der Zeit ab, die während der Er-leuchtung verfließet. Dagegen wird die Maße eines für sich nicht feuri-gen Körpers, wenn derselbe mehrerer Warme oder Hitze, als er selbsthatte, ausgesetzt ist, nach lind nach warmer: auch umgekehrt, wennihm die äußere Warme oder Hitze ist entzogen worden, so erkältet er nachund nach. Die Erwarmung der Masse -eines Körpers Hängt dem-nach von der Zeit ab, und auch umgekehrt seine Erkaltung, wenn ersich in einem Raum befindet, der weniger Warme als er selbst hat.. Esbedarf Zeit, bevor die Wärme in die Masse hineindringen, und sich inderselben nach allen Seiten durch den von der Masse ausgefüllten Raumvertheilen kann: auch umgekehrt bedarf es Zeit,, bevor die Warme ausder Masse wieder heraustreten, und in andre nicht so. warme Massen,die vielleicht jene umgeben, wieder hineindringrn kann. Das alleshängt überdem theils von der Größe des wärmer oder kälter werdendenKörpers, theUs von der physischen Beschaffenheit seiner Masse ab: dem-nach reicht man mit den Grundsätzen der Photometrie allein in der Py-rometrie nichts aus.

Ein Körper, der im Feuer liegt, oder sonst mit einer durchgän-gig gleich warmen Masse von allen Seiten umgeben ist, wird so langenach und nach warmer, als die Wärme der ihn umgebenden Masse seineeigene Warme, die er schon hat, übertrift. Wenn dagegen der Körperselbst warmer ist, als die von allen Seiten ihn umgebende Masse, sonimmt die Warme des Körpers nach und nach so lange ab, bis seine ei-gene Wärme, der Wärme der ihn umgebeirden Masse gleich gewordenist. Liegt also ein Körper nicht selbst im Feuer, aber dochaußerhalb dem Feuer demselben so nahe, daß es ihm noch Wär-me mittheilen kann, ohne Daß der Masse, welche den Körper um-giebt, zugleich eben so viele Warme mitgetheilet wird; so ist mit derErwärmung des Körpers zugleich eine Erkältung verbunden, weil der-selbe, der ihn umgebenden kältern Masse einen Theil der schon erlangte»

Wärme