Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
362
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stehen nach oben und unten, wie bei andern im Wasser leben-den Amphibien. Was vorher aber nie an einer Schlange bemerktwar, ist, dafs sämmtliche Rippen an ihren Spitzen mit kleinen('/, oder 1 j2 Linien langen) Knorpeln, oder deutlichen Rippen-knorpeln, verbunden sind, welches den Leib wohl unten beweg-licher macht, ihn im Wasser mehr zusammendrucken und aus-dehnen zu können. Besonders interessant ist ferner, dafs dieLuftröhre bis an den vordem "Winkel, oder die Symphyse desUnterkiefers tritt, so dafs die Glottis kaum eine Linie von derSpitze der Zunge entfernt ist, und die Wasserschlange ungestörtathmen kann, wenn sie nur die Spitze des Kopfs aus demWasser hält. — Giftzähno habe ich nicht an ihr bemerkt.

§. 352 .

Wenn der Mensch in den andern körperlichenBewegungen zum Theil die Thiere übertrifft, zumTheil ihnen nahe kommt, so ist ihm dagegen derFlug (volatus) gänzlich versagt, ch h. mit seinemBau unvereinbar.

Die Vögel, als diejenigen, welche vorzugsweisedie Flugthiere genannt werden können, haben dievordem Gliedmafsen zu Flügeln entfaltet, die umso ausgebreiteter und mit grölseren und mehrerenFedern versehen sind, als der Flug höher geht; zurBewegung derselben aber ist nach eben dem Maafs-stabe die Stärke und GrÖfse, der um einen ver-mehrten Brustmuskeln, und zu ihrem.Ansätze wie-derum der Umfang und der Kiel des Brustbeinsbedeutender, so wie die Schlüsselbein® und Gabel-knochen zur Sicherung der Extremität verstärkt.Zugleich sind die Federkiele voll Luft; die Luft,welche eingeathmet wird, tritt durch die Lungen in