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§. 349.
Das Stehen (Status) des Menschen ist miteinem grofsen Aufwand von Muskelkraft verbunden,da dieselbe fast ohne alle Abwechselung und vonso sehr vielen Muskeln zugleich dabei angewandtwird, so dafs auch schwächliche Personen nichtlange darin aushalten können; ja, wenn die Schwächesehr grofs ist, so wird selbst schon das Aufrichtendes Körpers, oder die sitzende Stellung, unmöglich,da eine allgemeine Ruhe der ortsbewegenden Muskelnnur im Liegen mit mehr oder minder gebogenemKörper stattfindet.
Der Fufs wird beim Stehen auf die Erde gedrückt,und zwar vorzüglich durch die gemeinschaftlichenZehenbeuger, den grofsen Beuger der ersten Zeheund den langeil Wadenbeinmuskel; ferner durch denhintern Schienbeinmuskel und die kleinen Muskelnder Fufssohle, namentlich auch den viereckigen Mus-kel, der zum langen Zehenbeuger geht, wozu ichauch noch ein Paarmal einen eigenen Muskel vomj Unterschenkel treten sah, den ich in C. Fr. Lud.Gantzer’s Diss. musculorum varietates sist, Berol.1813. 8. p. 16. beschrieben habe.
Wir drücken beim Stehen vorzüglich die Ferse,und die Verbindungen der Zehen und Mittelfufs-knochen auf die Erde, wie P. Camper (Abhandlungüber die beste Form der Schuhe, A. d. Fr. Berl.u. Stett. 1783. S, 29.) auseinandergesetzt hat; undbei der Wölbung, die hierbei der Fufs macht, können
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