Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
330
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nicht so ganz verlassen hätten, denn seit Nystenstrefflichen Versuchen ist fast nichts dafür geschehen,so viel hier auch noch zu erforschen ist.

Gewöhnlich zucken nach dem Tode viele Mus-keln eine geraume Zeit, ohne Anwendung einesäufeern Reizes, und man sieht z. B. bei eben ge-storbenen Menschen nicht selten einzelne Bewegun-gen um den Mund. Wenn Menschen aus einemasphyctischen Zustande anfangen, zu erwachen, sotreten mehrentheils zuerst solche Bewegungen desMundes ein, wie bei dem Gähnen; zuweilen kommtes auch nicht weiter bei den Belebungsversuchen, .als zu diesem Gähnen, das man auch an abgeschnit-tenen Thierköpfen bemerkt, und wovon ich imnächsten Buche, im Abschnitt vom Athemholen,ausführlich reden mufs. Man findet auch wohl beiMenschen Zuckungen in den Wadenmuskeln, undThiere bewegen oft mit Heftigkeit alle Extremitäten.

Entblöfst man Theile, so sieht man die Mus-kelfasern an der Luft oscilliren, wie ich selbst ein-mal am grofsen Brustmuskel eines Ertrunkenengesehen habe; wird die Brusthöle bei Thieren ge-öffnet, so fängt das Herz an zu schlagen, und hier,wie dort, ist wohl der Einfluls der atmosphaerischenLuft nicht zu verkennen.

In diesem frischen Zustande der Muskeln be-wirkt jeder mechanische Reiz, oft schon eine leiseBerührung, in ihnen Zuckungen, und zwar sowohlbei warmblütigen, als bei kaltblütigen Thieren. Esist jedoch keineswegs der Fall, dafs dieser mecha-