unabhängig machen will, eo dal* er die letztere nur als einenMuskelreiz betrachtet.
Anm. 3. Soemmerring hat in J. Bern. Jac. Beh-ren d’s Diss. (qua demonstratur, cor nervis carere. Mogunt.1792. recus. in Ludwig, script. neurol. min. T. 3- p- 1 — 23-)hauptsächlich da9 Eigenthümliche der Nervenvertheilung amHerzen hervorgehoben, und da man damals das Herz gegen denGalvanismus unempfindlich glaubte, so war es leicht, dasselbeals gänzlich unempfindlich anzunehmen. Scarpa’s schöne Ab-bildungen von den Herznerven (Tabulae neurologicae. Ticini1795- fol.) stellen auf der siebenten Tafel das Herz des Pferdesund des Kalbes mit mehr Nervenzweigen versehen vor, als dasmenschliche auf der sechsten Tafel; allein auch dort ist dasEigenthümliche der Nervenvertheilung gegen andere Muskelnnicht zu verkennen. — Dafs, wie Soemmerring einmalmündlich gegen mich äufserte, in Scarpa’s Abbildungen aucheinsaugende Gefäfse für Nerven genommen sind, bezweifle ich,wenigstens bei dem Pferdeherzen; hinsichtlich Lucae’s Figuraber (Quaedam obss. anat. Tab. 2-), die schlecht und mit Ner-tren überladen ist, mag wohl so etwas stattfinden.
Harvey (De generatione animalium in Opp. ed. L. B.1737. 4- P. % p. 2080 fand bei dem neunzehnjährigen GrafenMontgomery, der früher eine grofse Brustverletzung erlittet}hatte, das Herz in der Brusthöle so frei liegen, dafs man esmit der Hand anfassen konnte, und da der Graf keine Empfin-dung davon hatte, es selbst nicht wufste, wenn man dasselbeberührte, so sah Harvey dies als einen Beweis für die Un-empfindlichkeit des Herzens an, ohne daran zu denken, dafs erSelbst von einer caro fungosa (einer Bildung plastischer Lymphe)redete, die dasselbe bedeckte, und die natürlich nicht empfind-lich seyn konnte.
Anm. 4- Was einige Neuere den Muskelsinn, oderBewegungssinn, genannt haben, wie z. B. Gruithuisen(Anthropologie S. 230 — 236- S. 361 — 364-) und Lenhossek(Med. Jahrbücher des östreicb. Staates, B. V. St. 1. S. 97 —122.