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menziehungen wahrnahm, sind ohne Genauigkeit an-gestellt. Anm. 2. *
Anm. 1 . Viele haben mit Swammerdam (Bibi. Nat:
T. 2- p. 852-) angenommen, dafs die Muskeln bei ihren Zu-sammenziehungen blafs -würden, allein Haller (El. Phps. IV.p. 476-) hat sehr siegreich gezeigt, dafs jene Behauptung nurdurch Beobachtungen an durchsichtigen Herzen kaltblütigerThiere, oder sehr junger Küchlein, gemacht worden, wo währendder Zusammenziehung die Holen leer und blasser, bei der Er-schlaffung hingegen die Holen mit Blut angefüllt werden unddunkler erscheinen. Der von S w a m m e r d a m gebrauchteGrund, dafs bei Muskelbewegungen des Arms das Blut leichteraus der geschlagenen Ader fliefst, bedarf wohl keiner Wider-legung, da das gar nicht hieher gehört.
Eben so falsch scheint es mir, wenn J. Chr. Aug. Clarus(Der Krampf. 1. Th. Lpz. 1822. 8- S. 370 den Krampf füreinen Zustand erklärt, der sich durch Verminderung des Um-fangs, durch Kälte und Blässe des leidenden Theils darstellt u.s. w. Er ist auch deswegen genötliigt, die Vermehrung derTurgescenz als Gegensatz des Krampfs, und als Anfang derEntzündung (das. S. 630 hinzustellen.
Wenn Froschmuskeln bei dem Galvanisiren erbleichen, wieClarus (S. 55.) anführt, so kann man aus solchen, mit todtenoder absterbenden, dem Körper entnommenen, an sich blassenTheilen gar nichts über die Farbe unserer Muskeln im Lebenschliefsen, und wie sich Swammerdam durch die Farbe desblutleeren Herzens, so hat sich offenbar Clarus durch die Farbeder Haut in Krämpfen zu einem Schlufs auf die Muskeln ver-führen lassen. Ich habe oft Leichname von Menschen, die inallerlei Krämpfen, in der Mundsperre u. s. w. gestorben waren,ein Paar Male auch solche von Wasserscheuen zu untersuchenGelegenheit gehabt, allein nie die Muskeln blasser, wohl aberöfters viel dunkler gefunden, und ich kenne Niemand, der esanders gesehen hätte.