Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
162
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gungen vor Reibungen schützen, den Reiz des um-gebenden Mediums (Luft, Wasser) vermindern, undfremde Kürper wegspiilen können, fehlen keinem Vo-gel und unter den Säugthieren nur den Walfischen,kommen selbst noch bei den mehrsten Amphibien vor.

Die Meibomischen Drüsen der Augenlieder unddie kleineren Bälge der Garuncula lacrymalis sonderneine talgartige Feuchtigkeit ab, die sich aus jenenim Leichnam in lange Fäden hervordrücken läfst,weswegen ich nicht Magendie (Physiologie I.p. 37«) beistimmen kann, wenn er sie für eiweifs-artig hält (essentiellement albumineuse), denn solcheFäden kommen nie als aus Talgdrüsen vor; gerneaber kann man zugeben, dafs es eine gemischteFlüssigkeit ist. Die Wichtigkeit dieser Absonderungerkennt man vorzüglich, wenn jene Drüsen kranksind, und nun die Ränder der Augenlieder trocken,empfindlich, roth und schwärig werden.

Die Thränendrüse (glandula lacrymalis) bereitetdie Thränen (lacrymae), eine wässerige Feuchtigkeitvon salzigem Geschmack und etwas schwerer, alsWasser. Sie ist von Fourcroy und Vauquelinuntersucht, indem sie sich die dazu nüthige Mengevon solchen Menschen verschafften, deren Augenleicht in der Kälte thränen. Mit reagirenden Mit-teln behandelt, zeigte sie Spuren von Alkali undKochsalz, aber weder Kohlensäure, noch Phosphor-säure. Bei einer gelinden Wärme in trockner Luftabgedunstet, bildet sie einen schleimigen Klumpen,worin man deutlich Krystalle von Kochsalz sieht.