Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
143
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befindlichen Luft mit, und machen die Haut desSchneckenfensters (fenestra cochleae), gleichsam einzweites Paukenfell, mit erzittern. Andererseits be-wirkt die Kette der Gehörknöchelchen durch dieBasis des Steigbügels einen Druck auf das Wasserdes Vorhofs, und vielleicht wird noch durch dasErzittern der zwischen den Schenkeln des Steigbü-gels ausgespannten Haut dessen Wirkung 'verstärkt.Indem aber auf das Wasser des Vorhofs ein Druckgeübt ist, pflanzt sich derselbe auf das Wasser derKanäle und der Schnecke fort, so dafs diese zu-gleich in beiden Scalen (durch das Wasser desVorhofs und durch das Paukenfenster) erschüttertwird, und entweder im sogenannten Becher desVieussens Ruhe oder Gleichgewicht eintritt, oderbei zu starker Einwirkung die Gotunnischen Was-serleiter vielleicht schnell dem Wasser einen Abzugverschaffen, das sonst allmälig erneut wird, undunmerklich abfliefst. Betrachtet man die Nerven-geflechte auf den Blasen der Bogengänge, auf denVorhofssäcken, und auf dem Spiralblatte derSchnecke, so findet man eine Zusammensetzung,wie sie im ganzen Nervensystem nicht weiter er-scheint.

Anm. 1. Viele Schwerhörende setzen ihre hole Hand anden äufseren Rand der Ohrmuschel, um die auffangende Flächefür den Schall zu vergröbern; sie halten auch den Mund auf,indem dabei, durch das Abwenden des Gelenkfortsatzes desUnterkiefers von dem Gehörgange, dieser erweitert wird, alsomehr Schall auffabgen kann. Man überzeugt sich leicht davon,