Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
136
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Bei den so vielfach unter einander verschiede-nen Fischen sind auch die »reifsten Abweichungendes Gehörorgans. Die eigentlichen Knorpelfische(Selachae des Aristoteles, Squalus und RajaLinn.) haben das Gehörorgan an jeder Seite desGehirns in einer abgesonderten Höle, zu der aufjeder Seite, nach den Beobachtungen von Ern.Henr. Weber (De aure et auditu hominis etanimalium P. 1. Lips. 1820. 4. p. 92.), von aufsenzwei enge Gänge gehen, zhm runden und zumovalen Fenster. Sie haben sämmtlich häutige Bo-gengänge, und Säcke, die gewöhnlich eine kreiden-artige Masse statt der Steinchen enthalten* dochhat Weber (1, c. p. 133. n. 23.) im Vorhof derTorpedo marmorata nur eine gallertartige Massegefunden, der ein schwärzlicher Sand beigemischtwar.

Im schwimmenden Kopf (Orthragoriscus Mola)fand G uvier (Lecons 2. p. 457.) auch eine mehrschleimige als kreidenartige Masse. In den Lam-preten (Petromyzon) fehlen nach Chr. Ed. Pohl(Expositio generalis anat. organi auditus. Vindob.1818. 4. p. 8.) und Weber (p. 16.) nicht blosder Sack und die Steinchen, sondern auch diehalbcirkelförmigen Kanäle.

Unter den Gräthenßschen hat blos Lepidoleprustrachyrhynchus einen äufseren, noch dazu ziemlichgrofsen Gehörgang, den Otto entdeckt hat (Anm. 1.),welcher also nicht mit den durch Haut und Mus-keln bedeckten Oeffnungen zusammengestellt werden