Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
127
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ehernen Spiralplatte aus dem Modiolus selbst ange-geben.

Fünftens. Das Ohrenschmalz (cerumenaurium) ist wohl aufser dem Menschen auch densämmtlichen Säugthieren gegeben, und bezieht sichauf ihren längeren Gehörgang, den es als eine sichsehr lange unverändert haltende Substanz einölt undfeucht erhält, auch vielleicht vor Insecten sichert,die sonst sehr leicht hineinkommen und heftigeSchmerzen erregen würden, welches jetzt aber sehrselten geschieht. Bei den übrigen Thierklassenkommt es nicht vor. Es scheint aber bei den*Säugthieren wiederum sehr verschieden zu seyn,und verdiente wohl eine vergleichende Untersuchung.Aus den kleinen einfachen Drüsen des Gehörgangseben abgesondert ist es hellgelb, allmälig aber wirdes dunkler, und wenn es sich anhäuft, kann es oftsehr erhärten und eine Schwerhörigkeit erregen.Vauquelin hat es analysirt, und es besteht nachihm in 100 Theilen aus 62, 5 eines biaunen but-terartigen Oels, und 37, 5 Eiweifs. Berzelius(Djurkemi 2. p. 230-) sagt mit Recht, dafs in jenemOel eine nicht unbedeutende Menge Wasser ent-halten seyn müsse; so wie es nicht hinlänglicherwiesen sey, ob jenes angebliche Eiweifs dieswirklich sey. Das Bittere im Ohrenschmalz istwahrscheinlich derselbe Stoff als in der Galle.Wenn aber Sprengel (Instit. physiol. 2. p. 40!.)behauptet, dafs bei Solchen, wo eine gute Gallehäufig abgesondert werde, das Ohrenschmalz häufig