Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

über den Geruch den Sieg davon, so dafs er fau-lende Sachen, als Fleisch, Käse u. s. w. lieben lernt.Bei den Thieren gilt der Geruch viel mehr, wieoben gesagt ist.

Anm. 1- Als man in der Kindheit der Anatomie einenunmittelbaren Zusammenhang der Gehirnhölen, also des Innerndes Gehirns, durch die holen Riechkolben mit der Nase an-nahm, da erklärte man die Einwirkung der Gerüche auf dasGehirn sehr viel leichter. §. 251- Anm. 3-

Anm. 2- Eine Classification der Gerüche zu geben, istein sehr schwieriges Unternehmen. Lin ne (Odores medica-mentorum. Amoen. Acad. Vol. 3- p- 195.) hat sieben Abthei-lungen : Odöres aromatici, fragrantes, ambrosiaci, alliacei, hircini,tetri, nauseosi. Fourcroy hat! odeurs extractives ou muqueuses;huileuses fugaces; huileuses volatiques; aromatiques et acides;hydrosulphureuses; vergl. Hippol. Cloquet Osphre'siologieou traite des odeurs, du sens et des Organes de lolfaction.Sec. ed. Paris 1821- 8. p. 70. Ebendaselbst wird auch derEinthexlung von Desvaux (in einem 1815 vor dem National-institut gelesenen Aufsatz) gedacht: odeurs inertes; anaroma-tiques; suaves; aromatiques; balsamiques; penetrantes; fe'tides.Offenbar sind dies imriier zu wenige Classen, unter welcheman unmöglich alle Gerüche vertlleilen kann. Dasselbe giltauch von Lorry's Classification, der in einem nachgelassenen,von Halle' (in Hist, et Memoires de la societd royale de Me-decine. Anne'es 1784 et 85. Paris 1788- 4. Hist, p, 306 - 318-)mitgetheilten Aufsatz gewiss« einfachere Gerüche, gleichsam alsBasen aller übrigen ansah, wonach er seine fünf Klassen auf-stellt: odeurs campbrees; odeurs du narcotisme; etherdes; acidesvolatiles; alcalines. Haller's allgemeine Eintheilung in odoressuaveolentes, odores medii und foetores verdient kein Lob, alleinin der speciellen Aufzählung der verschiedenen Gerüche ist vonihm sehr viel geleistet, und es ist das Beste, was ich über die-sen Gegenstand kenne. Elem. Physiol. T. V. p, 162 168-