Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
111
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Theile des Herrn noch vorhanden sind; und denkenwir uns nun gar alle riechenden Körper, alsonamentlich alle lebenden, in einer und derselbenGegend, wie müfste die Luft von ihren Ausströ-mungen erfüllt seyn? Und wo blieben diese?Manche Gerüche, kaum entstanden, sind auchschon wieder verschwunden, während andere frei-lich lange haften.

Nehmen wir ferner darauf Rücksicht, dafs dieMenge der Gerüche wunderbar grofs ist, und dafsKörper, die sonst unendlich verschieden sind, einenganz gleichen Geruch haben können, so sind wirwohl berechtigt, anzunehmen:

Erstlich, dafs es keinen eigenen Riechstoff(Principium odorum) giebt, denn wie könnten alledie verschiedenen, zum Theil sich unter einanderaufhebenden Gerüche, dann entstehen?

Zweitens aber, dafs nicht alle Gerüche vonwirklich ausströmenden Theilen, die sich unendlichverbreiten, fcerriihren; sondern dafs, wenn dies auchvon vielen gilt, bei andern hingegen wohl nur eine,nicht näher bestimmbare Modification der Luft stattfindet, wie bei dem Licht, bei dem Schall, ohnedafs hier eigene Stoffe zum Grunde liegen. Wieplötzlich Licht und Dunkel, Geräusch und Stille,so können auch Gerüche mit Abwesenheit allesGeruchs abwechseln. Wiederum wie das Licht oftlange aus Körpern entwickelt wird, so können diesauch gewisse Gerüche. Vergl. Walthers Physio-logie 2. B. S. 277. §. 579.