Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
82
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ausgebildeten Rüssel anderer Säugthiere, als desTapirs, des Schweins, des Coati. Es sind nerven-reiche Fühler, welche die Gegenwart fremder Körper,ihre Bewegung, die Beschaffenheit ihrer Oberflächen,vielleicht hin und wieder ihre Gröfse andeuten kön-nen, allein keine genaue Untersuchung, vorzüglichder Gestalt, verstatten; bei dem Tapir dient ernoch etwas zum Ergreifen.

Noch viel weniger können die Barthaare oderSchnurrhaare (mystaces) der Raubthiere, Nagethiereu. s. w. leisten. Bei ihrer Länge und Beweglichkeiterhöhen sie das Gefühl der Haut bedeutend, undG. Vrolik (Over het nut der Knevels by vier-voetige Dieren. Amst. 1800. 8.) fand in einemVersuch, dafs ein Kaninchen, dem die Augen ver-bunden waren, sich nach abgeschnittenen Barthaarennicht mehr, ohne anzustofsen, aus einem engen ver-wickelten (von Büchern gemachten) Gang heraus-finden konnte auch sollen die Katzen, denen jeneHaare genommen sind, nicht mehr Mäuse fangen.Bei dem Schleichen im Dunkeln mufs jedes solcherHaare allerdings ein Fühler seyn, aber zum Tastenkönnen sie nimmer dienen.

Anm. Von vorzüglicher Gröfse sind diese Haare hei denSeehunden, wo auch ihre regelmäfsig nebeneinander gestelltencylindrischen Hornkapseln oder Zwiebeln (bulbi) von Muskel-fasern umfafst werden, und Nerven und Blutgefiifse in sichaufnehmen. Vergi. meine Diss. de pilorum structura. Gryphisv.1806- 4- und meinen Aufsatz über Hornbildung in den Abhand-lungen unserer Ak. von 1814 15. (Berl. 1818. 4.) S. 180-Dis wurmförmige Zunge kann den Ameisenfressern (Myr-